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Segeberg Ausschuss will neue Regeln für Bebauung
Lokales Segeberg Ausschuss will neue Regeln für Bebauung
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08:24 04.12.2019
Von Einar Behn
Ein buntes Durcheinander ist die Reklame an den Häusern, nicht nur hier im Landweg. Bürgermeisterin Verena Jeske möchte sie vereinheitlichen. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Nach 30 Jahren sei es an der Zeit, die städtische Gestaltungssatzung zu überarbeiten, meint Volker Wrage (CDU), Vorsitzender des städtischen Bauausschusses. Die Satzung hat eine zentrale Funktion für die Stadtgestaltung, denn in ihr ist festgelegt, was wie in der Innenstadt gebaut werden darf. Manches, so Wrage, habe sich überlebt und bedürfe der Nachbesserung. Das sahen Sprecher anderer Fraktionen genauso.

Vor 30 Jahren verabschiedet

Die Gestaltungssatzung war 1989 verabschiedet worden. Die Stadt hatte damals ein umfangreiches Sanierungsprogramm für die Innenstadt laufen. Der damalige Bürgermeister Udo Gandecke setzte sich dafür ein, die nach der Abrisswut der 1970er Jahre noch verbliebenen alten Strukturen der Stadt zu bewahren. Und dazu gehörte auch, dass Bausünden, wie riesige Schaufenster und überdimensionierte Leuchtreklamen aus dem Stadtbild verbannt werden sollten. 

Die Satzung zeigte aber nur eingeschränkte Wirkung. Bestehende Reklamen mussten nicht abgebaut werden und hängen bis heute an vielen Häusern. Und die Stadt selbst lies zahlreiche Ausnahmen zu. Die krasseste Sünde: Das Raiffeisenhaus am Bleeck, das in den 2000er Jahren anstelle des alten Hotels zur Post gebaut wurde. Der moderne Glasbau ist eigentlich genau das, was die Gestaltungssatzung verhindern sollte.

Nur rot-braune Dachpfannen

Bauamtsleiterin Maike Voß meint aber auch, dass manche Regelung in der Satzung einfach nicht praktikabel sei. Sie berichtete von einem Hausbesitzer, der sein Schieferdach neu decken möchte. Laut Satzung müsste er rot-braune S-förmige Pfannen nehmen. „Das passt aber überhaupt nicht zu dem Haus.“ Sie empfahl weitere Baumaterialien durch die geänderte Satzung zuzulassen. „Wir sollten auch überlegen, ob wir mit dem Trend gehen und moderne Glasfassaden zulassen oder historische Baustile kopieren wollen“, so Voss. 

Keine Plastikfensterrahmen

Wrage stellte auch die in der Satzung festgelegten Holzfensterrahmen infrage. Vielleicht sollte auch Kunststoff zugelassen werden. Bürgermeisterin Jeske empfahl sich des Themas Werbeanlagen anzunehmen. Andere Städte hätten einheitliche Werbeschilder an den Häusern, während in Bad Bramstedt ein großes Durcheinander herrsche. Gemeinsam mit dem Bürger- und Verkehrsverein sollte daran gearbeitet werden, schlug sie vor.

Arnold Helmcke (SPD), der schon in den Achtzigerjahren die noch gültige Satzung mit ausgearbeitet hatte, will zwar auch eine Überarbeitung, meinte aber: „Wir sollten das Korsett erhalten.“ Die Satzung sei damals unter Mitwirkung eines Stadtplanungsbüros entstanden, das auch jetzt wieder zurate gezogen werden sollte. 

Der Ausschuss beschloss, zunächst die Fraktionen beraten zu lassen, ob eine Überarbeitung des Regelwerkes gewünscht wird. Im Januar wird das Thema dann erneut aufgerufen. 

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