Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Tafel soll bei Seller einziehen
Lokales Segeberg Tafel soll bei Seller einziehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:15 06.12.2019
Von Anna Maria Persiehl
Neue Pläne fürs ehemalige Bekleidungsgeschäft Seller. Hier könnte die Tafel einziehen. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Die Tafel in Bad Bramstedt sucht seit langem eine neue Bleibe. In den Räumen in der Kantstraße ist es nicht nur zu kalt sondern auch viel zu eng. Weil ein neuer Standort im ehemaligen Postgebäude am Landweg voraussichtlich wegen zu hoher Kosten nicht infrage kommt, hat Bürgermeisterin Verena Jeske eine mögliche Alternative aufgetan.

Besichtigung steht noch aus

Die Bürgermeisterin hat sich das leerstehende Gebäude im Landweg, in dem die Unternehmerfamilie Seller fast 100 Jahre lang ihrem Geschäft mit Textilien nachging und den Laden in diesem Herbst schloss, unter die Lupe genommen und bereits Gespräche geführt. Die Familie Seller hatte Gebäude bereits an einen Investor verkauft. Wie Jeske in der jüngsten Sozialausschusssitzung berichtete, würden noch Gespräche und eine Besichtigung zusammen mit dem Bauamt und der Tafel-Vorsitzenden stattfinden.

300 Quadratmeter stehen zur Verfügung

In dem Gebäude im Landweg könnte die Stadt Räume zusammen mit einer Fläche von rund 300 Quadratmetern mieten. 240 Quadratmeter davon könnte dann die Tafel nutzen, die restlichen 60 Quadratmeter will die Stadt selbst aus Ausstellungsfläche für das Stadtmarketing nutzen. 

Das alte Postgebäude kommt offenbar nicht mehr infrage, weil wegen hoher Brandschutzauflagen mehrere hunderttausend Euro hätten investiert werden müssen. Außerdem wollte die Telekom als Eigentümer eine Warmmiete von 4229 Euro monatlich haben. 

900 Menschen werden versorgt

Die Tafel, die 2005 ihren Betrieb in der Kantstraße aufnahm, versorgt einmal wöchentlich annähernd 900 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln – Arbeitslose, Hartz IV-Empfänger, Grundsicherungsempfänger und Menschen, die der Staat nach dem Asylbewerberleistungsgesetz unterstützt. Eine zusätzliche Ausgabestelle wird in Großenaspe betrieben. Die Empfänger bezahlen einen Obolus von einem Euro bei der Abholung. Die Arbeit, die mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen aufrechterhalten wird, bewältigen bei der Ausgabe und dem Abholen der Lebensmittel ausschließlich ehrenamtliche Helfer.

Für die mögliche neue Bleibe stellte der Sozialausschuss in seiner jüngsten Sitzung 28<EI><EI>800 Euro für die Mietkosten im Haushalt für 2020 ein, allerdings vorerst mit einem Sperrvermerk. Noch wird die Stadtverordnetenversammlung den Haushalt abschließend beraten. 

Hier lesen Sie weitere Nachrichten aus dem Kreis Segeberg.

Gleich zweimal innerhalb weniger Stunden ist ein 52-Jähriger am Donnerstag betrunken hinter dem Steuer seines Autos erwischt worden. Als die Polizisten ihn zum zweiten Mal anhielten, hatte er 3,73 Promille.

KN-online (Kieler Nachrichten) 06.12.2019

Die Zeit der nervigen Umwege ist vorbei: Seit Freitag Vormittag ist die Straße Am Landratspark in Bad Segeberg wieder frei – und damit die direkte Anbindung der Süd- an die Innenstadt. Autofahrern war dort zuletzt mit Baken wegen Bauarbeiten die Durchfahrt verwehrt worden.

Michael Stamp 06.12.2019

Ein 82-Jähriger hat am Donnerstagnachmittag in Norderstedt eine 75 Jahre alte Frau mit einer Waffe bedroht. Der Mann klingelte nach Polizeiangaben an der Wohnungstür der Frau und forderte die Rückgabe einer zuvor übernommenen Abstandszahlung. Der Frau gelang es, unverletzt die Tür zu schließen.

KN-online (Kieler Nachrichten) 06.12.2019