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Segeberg Umzug der Tafel erneut gescheitert
Lokales Segeberg Umzug der Tafel erneut gescheitert
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18:04 03.02.2020
Von Einar Behn
Für die Tafel offenbar ungeeignet: das frühere Bekleidungsgeschäft Seller im Landweg. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

„Das Thema Brandschutz hat uns wieder eingeholt“, so Jeske. Nach der Einschätzung eines Architektenbüros würde ein Umbau des Wohn- und Geschäftshauses einen sechsstelligen Betrag kosten. Das sei nicht vertretbar. „Wir müssen also weitersuchen.“ Die Bürgermeisterin appellierte an alle Bad Bramstedter, sich zu melden, wenn sie eine geeignete Unterkunft für die Tafel wüssten. 

300 Quadratmeter Platz erforderlich

Sabine Baumbach, Leiterin der Tafel, bedauerte das Scheitern des Umzugsplanes zu Seller. „Dort hätten wir mit 300 Quadratmetern ausreichend Platz gehabt.“ Allerdings hätte der große Verkaufsraum unterteilt werden müssen. „Wir benötigen beispielsweise einen Sozialraum und einen Raum für die Tiefkühlwaren“, so Baumbach.

Wie es nun weitergehen soll, stimmte auch die Tafelvorsitzende ratlos. „Wir hatten angeboten bekommen, für zwei Jahre bei Seestern einzuziehen“, berichtete Baumbach. „Und danach stehen wir dann auf der Straße, das ist keine Perspektive.“ Außerdem: Bei der Tafel arbeiten nur ältere Frauen, ein Umzug wäre also nur mit einer Möbelspedition möglich. Die Umzugskosten könne die ausschließlich auf Spenden angewiesene Tafel nicht alle zwei Jahre aufbringen.

Heizlüfter angebracht

Zurzeit ist die Tafel in einem früheren kleinen Lebensmittelgeschäft in der Kantstraße untergebracht. 160 Quadratmeter stehen dort zur Verfügung. „200 benötigen wir“, sagt Sabine Baumbach. Das größere Problem ist dort aber die Kälte im Winter. Bis vor Kurzem wurde der Laden mit stromfressenden Nachtspeicherheizungen beheizt, was wenig ergiebig und zudem teuer war. Mittlerweile hat der Vermieter diese Heizungen herausgerissen und zwei Heizventilatoren angeschraubt. „Die fressen aber auch viel zu viel Strom“, so Baumbach. Sie würden deshalb immer nur kurzzeitig mal eingeschaltet. Der Sozialausschuss der Stadt hatte im Dezember beschlossen, der Tafel einen Zuschuss zur Stromrechnung über 1000 Euro zu gewähren. Als Dauerlösung ist das nicht gedacht.

Im letzten Jahr war auch ein Umzug der Tafel in das leerstehende Postgebäude erwogen worden. Auch das hatte sich wegen der hohen Mietforderungen der Deutschen Telekom als Eigentümer, vor allem aber wegen notwendiger Umbauten zerschlagen, die für die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen nötig wären.

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