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Segeberg Verbesserungen für Radler und Fußgänger
Lokales Segeberg Verbesserungen für Radler und Fußgänger
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07:17 02.01.2020
Von Einar Behn
Der Radweg im Butendoor ist eigentlich kaum noch vorhanden. Wegen der Baumwurzeln wurde der Asphalt größtenteils entfernt. Nun soll er ganz aufgehoben werden. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Folgende Arbeiten stehen auf der Liste:

Maienbeeck:

Seit Jahrzehnten wird hier über eine Verbesserung der Situation für Radfahrer und damit auch für Fußgänger diskutiert – bisher ohne Ergebnis. Das Problem sind die halbseitig auf den Bürgersteigen parkenden Autos. Sie verhindern, dass hier Radwege oder Radspuren angelegt werden können. Diskutiert wird über ein wechselseitiges Parken auf der Fahrbahn, wodurch die Bürgersteige frei würden, die Anzahl der Stellplätze aber halbiert wird. Für kombinierte Geh- und Radwege wären sie wohl dennoch zu schmal. Da Radfahrer auch weiterhin die Fahrbahn benutzen müssen, wurde beim Kreis Tempo 30 beantragt. Die Verkehrsaufsichtsbehörde lehnte aber ab. Nun wird an einem Widerspruch gearbeitet. „Ich gehe so schnell nicht auf“, verspricht Bürgermeisterin Verena Jeske.

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Butendoor:

Der Radweg auf der Nord-Ost-Seite ist seit Jahren in einem dramatisch schlechten Zustand. Der Verkehrsausschuss beschloss, ihn ganz aufzuheben und stattdessen Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn zu markieren. Breit genug ist der Butendoor, da es sich früher um die Bundesstraße 206 handelte. Eine Sanierung des Radweges wird nicht von Dauer sein, weil die vielen Bäume den Asphalt immer wieder zerstören würden. 

Hamburger Straße/Liethberg:

In beiden Straßen ist die Situation ähnlich wie im Butendoor. Baumwurzeln dringen immer wieder durch den Asphalt, der deshalb auch schon großflächig entfernt und durch ein wenig haltbares Sand-Zement-Gemisch ersetzt wurde. Eine Lösung ist das nicht, das Befahren der Radwege ist unkomfortabel. Für die Hamburger Straße will sich die Stadt nun an den Landesbetrieb Straßenbau wenden, der zuständig für den Unterhalt der Bundesstraßen und deren Radwege ist. Für den Liethberg muss die Stadt allerdings selbst aufkommen. Beschlüsse dazu gibt es nicht.

Weddelbrooker Straße:

Hier im Bissenmoor sorgt eine Bushaltestelle für Verdruss bei den Einwohnern des Neubaugebietes. Wollen sie zum Bus, müssen die Fußgänger mehrfach die Fahrbahn kreuzen, da es nur einer Straßenseite einen Bürgersteig gibt. Besonders für die Schüler morgens im Dunkeln ist das gefährlich. Nun wird überlegt, einen zweiten Bürgersteig zu bauen. Auch hatte die Stadt versucht, das Ortsschild zu versetzen, damit die Autos dort langsamer fahren. Die Verkehrsaufsicht lehnte das ab, sehr zum Ärger der Bürgermeisterin: „Dort ziehen immer mehr Kinder hin.“ 

Landweg/König-Christian-Straße:

Bei der Fortsetzung des Landweg-Ausbaus soll eine Abbiegespur zur König-Christian-Straße geschaffen werden. Dann muss auch der Bürgersteig verlegt werden. Doch ausgerechnet dort, wo dieser verlaufen soll, steht eine Linde im Weg, die zu der geschützten Allee vor dem Bahnhof gehört. Ein Gutachter hat sich bereits mit dem Baum befasst. Wird der Bürgersteig dicht an dem Baum vorbeigeführt, würde das Wurzelwerk so beeinträchtigt werden, dass der Baum keine Überlebenschance hat, so der Experte. Der Verkehrsausschuss war sich einig, die Linde zu entfernen und an anderer Stelle einen neuen Baum zu pflanzen. 

An der Beecker Brücke:

Ein ziemlicher dicker Brocken für den Stadthaushalt dürfte die Verbreiterung des Bürgersteiges auf der Westseite der Straße „An der Beecker Brücke“ zwischen Kirchenbleeck und Glückstädter Straße werden. Er ist extrem schmal vor allem vor dem Restaurant „Schönes“ und wird dennoch verkehrswidrig von vielen Radfahrern benutzt. Die scheuen den Autoverkehr auf der viel befahrenen Straße. Die Gehwegverbreiterung, die dann zulasten der Fahrbahn ginge, soll in das „Daseinsvorsorgekonzept Zukunftsplanung“ aufgenommen werden, um Städtebaufördermittel zu bekommen. Die Stadt müsste dann nur noch ein Drittel der Kosten tragen. Bürgermeisterin Jeske setzt sich auch dafür ein, die Tempo-20-Begrenzung auf dem Bleeck in diesem Straßenzug bis zum Liethberg fortzusetzen. Dafür allerdings benötigt sie wiederum die Zustimmung des Kreises Segeberg.

Einbahnstraßen:

Für eine Reihe von Einbahnstraßen haben Bündnis 90/Grüne beantragt, sie für Radfahrer in beide Richtungen freizugeben. Dies sind zum einen die Rosenstraße und der Friedrichsweg. Entsprechende Anträge hat die Stadt bereits bei der Kreisverkehrsaufsicht gestellt. Für die Alte Rennbahn, Brüsseler Ring und Straßburger Straße, alle im Wohnpark Bissenmoor gelegen, haben die Grünen eine Befragung der Anwohner gestartet. Das Ergebnis soll abgewartet werden.

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