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Segeberg Wenn Kinder Bürgermeister wären
Lokales Segeberg Wenn Kinder Bürgermeister wären
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19:21 20.09.2019
Von Einar Behn
Bürgermeisterin Verena Jeske nahm die gesammelten Wünsche von Keyana Mehlhorn (v. li.),Narges Azimi und Niclas Schönbaum entgegen. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Kinderschutzbundvorsitzende Karin Steffen stellte in kleiner Runde in der Grundschule Maienbeeck das Ergebnis vor. „Wir haben 491 Postkarten mit 511 Wünschen erhalten“, berichtete sie. Die Ergebnisse hatte sie zu Themenkomplexen zusammengefasst und daraus die Top 5 gebildet. An erster Stelle stand der Naturschutz im weiteren Sinne. Kein Müll auf den Straßen, mehr Schutz für Bäume oder Tiere, seien häufige Antworten gewesen. „Ein Kind würde als Bürgermeister ein Tierschutzheim in Bad Bramstedt bauen, ein anderes einen Reiterhof“, schilderte Karin Steffen.

Größere Klassenräume und ein Trampolin

Auf Platz 2 folgten Verbesserungsvorschläge für die Schulen: größere Klassenräume, ein Trampolin, ein Pool wurden genannt und auch ein Schulhund.

Auf dem dritten Rang folgten Wünsche fürs Bad Bramstedter Schwimmbad. „Wasserpistolen für alle war ein Vorschlag, viele wünschten sich mehr Rutschen“, erzählte Steffen. Und ein Kind auch ein Thermalbad.

Hilfe für Obdachlose

Platz 4 belegte das Thema „Hilfe“. So wollten Kinder Obdachlosen zu einer Wohnung verhelfen, andere möchten, dass alles billiger wird, damit auch Arme es sich leisten können. Und auf dem fünften Platz folgten dann die Spielplätze, die attraktiver werden sollen. Sogar einen Hansa-Park in Bad Bramstedt wünschte sich ein Schüler.

Die drei Viertklässler Niclas Schönbaum, Keyana Mehlhorn und Narges Azimi übergaben die in einem Karton verpackten Karten der Bürgermeisterin. Die freute sich besonders über die vielen Wünsche für die Natur: „Das zeigt mir, dass ihr noch richtige Kinder seid, die draußen spielen und nicht zuhause mit dem Handy sitzt.“ 

Weltkindertag in der DDR ein richtiges Fest

Die Bürgermeisterin berichtete, wie sie früher den Weltkindertag in der DDR erlebt hatte. „Das war immer ein richtiger Festtag“, erzählte sie, mit Blumenschmuck und Umzügen. Die Runde aus Schulleiterinnen und Vorstandmitgliedern des Kinderschutzbundes sowie Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt griff den Gedanken sofort auf. „Das machen wir im nächsten Jahr auch“, sagte Annegret Mißfeldt.

Silvester nur für Kinder

Jeske fragte die drei Schüler dann auch nach ihren persönlichen Wünschen. „Ein Schwimmbad für muslimische Frauen“, antwortete die aus Afghanistan stammende Narges. Keyana hätte gerne einen Zaun um alle Schulen, „damit es hier nicht so dreckig ist“ und Niclas würde gerne einen größeren Jahrmarkt in Bad Bramstedt haben. Ein Wunsch, den Karin Steffen vergelesen hatte, freute die Bürgermeisterin besonders: Ein Kind hatte aufgeschrieben, es würde eine Silvesterfeier veranstalten, nur für Kinder und die Bürgermeisterin.

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