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Segeberg Werden gleich zwei Kitas gebaut?
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14:59 02.02.2020
Von Einar Behn
Immer wieder fehlen in Bad Bramstedt Kitaplätze. Nun werden möglicherweise gleich zwei Kindergärten gebaut. Quelle: Jan-Philipp Strobel
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Bad Bramstedt

228 Kinder stünden zurzeit in Bad Bramstedt auf der Warteliste. Ganz so viele seien es wahrscheinlich nicht, die einen Platz benötigten. Weil einige Eltern ihre Sprößlinge auch auswärts anmelden, sei ein Abgleich  nicht möglich sei, so Jeske. Aber einschließlich der 30 Krippenkinder, die zurzeit in der Holsatenallee noch in Containern untergebracht sind, sei schon von 180 Kindern auszugehen, die bei der Platzplanung zu berücksichtigen seien.

50 Kinder finden Platz

Die Stadt plant zurzeit an der kleinen Straße Moorstücken im Neubaugebiet südlich der Bimöhler Straße eine Kindertagesstätte mit drei Krippen- und zwei Elementargruppen. Dadurch könnten 50 Kinder die Kita besuchen, 30 Plätze sind aber schon durch den Umzug der Container-Krippe belegt. Nun soll der Neubau noch um zwei Gruppenräume größer geplant werden. Aber für 180 Kinder reicht es immer noch nicht. „Wir können ja nicht eine Riesenkita bauen“, meint die Bürgermeister. Das sei nicht kindgerecht.

Freies Grundstück am Gymnasium

Jeskes Vorschlag: „Wir sollten eine baugleiche Kita noch einmal nördlich der Jürgen-Fuhlendorf-Schule errichten, dann sparen wir einmal die Architektenkosten.“ Als das Gymnasium in städtischen Besitz wechselte, bekam die Stadt vom Kreis Segeberg auch ein unbebautes Grundstück dazu, das sie aber nur für Bildungszwecke nutzen darf. Nach Meinung von Jeske sei diese Auflage mit einer Kita erfüllt. Das Gebäude sollte so konzipiert sein, dass es später auch vom Gymnasium genutzt werden kann, sollte der Bedarf an Kita-Plätzen zurückgehen. Die Schule, so Jeske, habe längerfristig großen Raumbedarf, allein schon wegen der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren.

Diskutiert wurde Jeskes Vorschlag vom Sozialausschuss noch nicht. Zunächst soll jetzt per öffentlicher Ausschreibung ein Architekt gefunden werden, der ein Kita-Gebäude entwirft.

CDU, FDP und Grüne für Kitawerk

Der Sozialausschuss legte sich für die im nächsten Jahr in Betrieb gehende Kita am Moorstücken auf einen künftigen Träger fest. Die CDU-Fraktion hatte das Kitawerk des Kirchenkreises Altholstein vorgeschlagen. Hauptargument von CDU-Ausschussmitglied Jonas Hövermann: Die Container-Krippe werde schon vom Kitawerk betrieben, Personal und Kinder könnten dann einfach in den Neubau wechseln. Auch betreibe die Kirche schon vier Kitas. Das mache die Vertretung im Krankheitsfall einfacher, Gruppen müssten nicht geschlossen werden, wenn Erzieherinnen krank sind.

Das Vertretungsargument führte auch Gudrun Baum an, als sie für die SPD den Kinderschutzbund Bad Bramstedt als Träger vorschlug. „Der Kinderschutzbund hat bisher nur eine Kita. Eine zweite würde die Vertretung erleichtern.“ 

Lange Diskussionen gab es nicht, da alle Fraktionen beteuerten, mit allen Trägervereinen leben zu können, die sich beworben hatten. Dies waren alle bereits Ortsansässigen und der Tausendfüßlerverein Kaltenkirchen. Bei der Abstimmung votierten schließlich CDU, FDP und Grüne und damit eine breite Mehrheit für das evangelische Kitawerk.

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