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Segeberg Yorlan soll nicht als Bettler enden
Lokales Segeberg Yorlan soll nicht als Bettler enden
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06:01 22.12.2018
Von Einar Behn
Yorlan hat keine Arme und Beine. Damit der intelligente junge Mann studieren kann, sucht die Peruhife Paten.  Quelle: Privat
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Bad Bramstedt

Yorlan Pacush Guerrero wurde vor 19 Jahren in der Nähe der Anden-Stadt Caraz ohne Gliedmaßen geboren. Weiß hatte dem Jungen von Beginn an geholfen. Die Familie wohnte zu weit entfernt von einer Schule, als das Yorlan sie hätte besuchen können. Peru-Helfer Weiß gelang es, vor allem im Kreis Segeberg genügend Spenden zusammen zu bekommen, um der Familie ein bescheidenes Haus neben einer Grundschule zu bauen. Der Junge wurde Klassenbester. „Er hat zwar keine Arme und Beine, aber er ist ein sehr kluger Kopf und sehr ehrgeizig“, berichtet Werner Weiß.

Ebenfalls durch Spenden aus Deutschland bekam Yorlan einen Laptop, auf dem er seine Hausaufgaben machte. „Er tippt darauf mit dem Armstumpf“, hat Weiß beobachtet.

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Yorlan schaffte auch die Realschule als Klassenbester. Nun will er studieren. Die Universität ist in Huaraz, einige hundert Kilometer von seinem Zuhause entfernt. Dort braucht er ein Zimmer für sich und seine Schwester. Die kümmert sich um ihn: Waschen, Anziehen, Essen bereiten. Die Mutter ist dafür mittlerweile zu alt. 

Armprothese und Rollstuhl im Gepäck

Wenn Weiß am 16. Januar nach Peru fliegt, hat er im Gepäck einen Rollstuhl und vorgefertigte Armprothesen, die in Huaraz noch angepasst werden müssen. Damit wird das Leben für Yorlan und seine Schwester leichter. Doch der junge Mann ist weiterhin auf Spenden angewiesen. „Wir suchen Paten oder Spender, die ihm das Studium ermöglichen“, sagt Weiß. 5000 Euro benötigt er im Jahr. Ohne Beruf bliebe Yorlan nur das Leben als Bettler auf der Straße. 

Herzoperation nötig bei behindertem 7-Jährigen

Der zweite Peruaner, der Weiß ans Herz wuchs, ist Noe. Der heute siebenjährige Junge kam mit Lippen-, Gaumen- und Kieferspalte zur Welt und ist auch geistig behindert. 2010 wurde er von einem deutschen Ärzteteam in der Stadt La Merced zum ersten Mal operiert. Nur mit großem Glück gelang dem OP-Team die risikoreiche Operation der Lippenspalte. Die Ärzte waren sich nicht sicher, ob er überleben würde. Nun wurde ein Herzfehler festgestellt, der behandelt werden muss. Dazu muss Noe ins Krankenhaus nach Lima. Weiß wird im Januar mit einem öffentlichen Bus in das Urwalddorf Cuviriani fahren. Der Weg führt über einen 4800 Meter hohen Pass. Er will das Kind abholen und mit dem Bus nach Lima bringen. 350 Kilometer sind das. „Ich hoffe sehr, dass wir Noe helfen können“, sagt Weiß. 

Spendenkonto: DRK Kreisverband Segeberg, Peruhilfe, Kennwort Yorlan, Sparkasse Südholstein, IBAN: DE 3223051030-0000035017 ,BIC NO LA DE 21 SHO

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