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Segeberg Zu geringes Interesse an Glasfaserkabeln
Lokales Segeberg Zu geringes Interesse an Glasfaserkabeln
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09:32 20.07.2018
Von Einar Behn
Tiefbaumeister Carsten Ludwig (rechts) zeigte Nils Buttgereit (Mitte) und Fred Freyermuth von Xitylight, wie die Glasfaserkabel in der Holsatenallee verlegt werden. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

 Zurzeit verlegt das Tochterunternehmen der Barmstedter Stadtwerke in der Süd-West-Stadt entlang der Holsatenallee die Datenleitungen. Der Ortsteil Bissenmoor, das Neubaugebiet südlich der Bimöhler Straße und auch das Gewerbegebiet Nord sind bereits fertig erschlossen. Doch die Holsatenallee und auch die Wohngebieten um die Schillerstraße sind für die Stadtwerke ein schwieriges Feld.

30 Prozent Anschlussquote war das Ziel

„Wir haben bisher eine Anschlussquote von 20 Prozent, unser Ziel war 30“, sagt Geschäftsführer Fred Freyermuth. Das sei deutlich zu wenig. Da die Xitylight GmbH als Tochter der Stadtwerke Barmstedt ein kommunales Unternehmen ist, hat die Stadtvertretung von Barmstedt (Kreis Pinneberg) ein gewichtiges Wort mitzureden. Und die scheut nun weitere Investitionen in der Rolandstadt. Folge: die angrenzenden Stadtteile und damit auch die einwohnerstarke Nordstadt von Bad Bramstedt können nicht erschlossen werden.

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Unwirtschaftlich

Die zentrale Verteilerstelle der Glasfaserkabel befindet sich am Kreisverkehr im Bissenmoorweg. Als Nächstes müsste von dort die Innenstadt mit Glasfaserkabeln versorgt werden, um dann weiter in den Norden zu gelangen. „Das ist aber gerade die unwirtschaftlichste Strecke“, erklärt Freyermuth. „Um das Schloss herum gibt es kaum Haushalte oder Firmen, die sich anschließen könnten. Es müssen aber auf einer langen Strecke Kabel verlegt werden, was sehr teuer ist“. Das bedeutet, hohe Kosten und kaum Einnahmen.

Damit Xitylight die Freigabe zur weiteren Erschließung der Stadtvertreter in Barmstedt bekommt, braucht das Unternehmen dringend höhere Anschlussquoten. In den älteren Wohngebieten die Einwohner für die Glasfaser zu gewinnen, sei schwierig, weil Bad Bramstedt relativ gut mit Internet versorgt sei, so Freyermuth.

Vielen reichen die DSL-Anschlüsse

Die DSL-Anschlüsse reichten noch für viele Menschen aus, die beispielsweise im Internet nur ihr Online-Banking oder Ähnliches betreiben. „Aber das ist nicht die Zukunft, schnelle Datenübertragungen werden immer wichtiger“, meint Freyermuth. Die Datenmengen im Internet würden ständig größer werden, die Kupferkabel seien schon heute häufig ab 16 Uhr, wenn die Leute nach Hause kommen, überlastet. Ganz andere Erfahrungen sammelte Xitylight in den Dörfern. „Da war der Leidensdruck offenbar viel größer. Wir haben in Weddelbrook und Mönkloh beispielsweise Anschlussquoten zwischen 60 und 80Prozent.“

Xitylight will mit weiteren Werbeaktionen die Bad Bramstedter von den Vorzügen ihrer Technik überzeugen.

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