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Segeberg Viel erreicht für Noe und Yorlan
Lokales Segeberg Viel erreicht für Noe und Yorlan
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19:29 21.03.2019
Von Sylvana Lublow
Endlich im Krankenhaus in Lima: (von links) Werner Weiß, Dr. Tania Castillo, Noe, die Großmutter von Noe, Hartmut Götze und Yeda Bless vom Rotary Club.  Quelle: Privat
Bad Bramstedt

Der kleine Noe ist mir einer Lippen- und Gaumenspalte geboren worden, Yorlan kam ohne Arme und Beine zur Welt, er leidet an der Erbkrankheit Tetraamelien.  Zwei der langjährigen Helfer und Begründer sind Logistikchef Hartmut Götze (65) und der Projektkoordinator Werner Weiß (69) aus Bad Bramstedt, die gerade von einer ihren vielen Peru-Reisen zurückgekehrt ist. Im Gepäck hatten sie gute Nachrichten.

Die Helfer haben Noe im Urwald gefunden

Noe ist wird seit seinem ersten Lebensjahr immer wieder von den Ärzten der Peru-Hilfe operiert und behandelt. Zunächst konnte 2010 seine Lippenspalte erfolgreich operiert werden. Da der Junge unterernährt und geschwächt war, wurde die Gaumenspalten-OP verschoben. Erst im Oktober 2015 machten Werner Weiß und zwei weitere Helfer den Jungen wieder ausfindig. Doch Noe hatte eine Erkrankung der Atemwege, konnte wieder nicht operiert werden. Weiß’ und Götzes Ziel war es, Noe in diesem Jahr wieder zu finden und ihn persönlich nach Lima ins Krankenhaus zu bringen. „Und das ist ist uns gelungen“, freut sich Werner Weiß.

Eine Herzerkrankung diagnostiziert

Wie sich herausstellte, litt Noe mittlerweile auch an einem Herzproblem, war wieder unterernährt und von Keimen befallen. „Sein Allgemeinzustand war sehr schlecht, ein, zwei Jahre später wäre er gestorben“, sagt Weiß. Zunächst musste Noe sich erholen und medikamentös behandelt werden. Das war im Januar. Zwei Monate später ist Noe erfolgreich am herzen operiert worden und bereits wieder mit seiner Großmutter nach Hause gefahren.

Ziehsohn Yorlan kann bald studieren

Doch der 69-Jährige kam auch nach Peru, um seinen Ziehsohn Yorlan Pacush Guerrero, wie er ihn nennt, zu unterstützen.Werner Weiß begleitet das Leben des körperlich schwer behinderten Jungen schon seit 17 Jahren. Mit einem neuen qualitativ hochwertigen Rollstuhl im Gepäck besuchten Weiß und Götze den 19-Jährigen in Huaraz, wo er demnächst sein Wirtschaftsstudium beginnen wird.

Armprothesen warten in Deutschland auf ihn

„Das nächste große Projekt mit Yorlan könnte im Mai beginnen“, erzählt Weiß. Denn der Peruaner soll, wenn alles gut geht, nach Deutschland fliegen, wo ihm zum ersten Mal Armprothesen angepasst werden. „Die Orthopädie-Stiftung Otto Bock ist seit Jahren Partner für Yorlan. Jetzt hat sie Armprothesen für ihn angefertigt, die vor Ort auch ausreichend erprobt werden müssen“, so der Peru-Helfer. 

In Huaraz wohnt Yorlan in einem kleinen Studentenzimmer. Seine Geschwister kümmern sich abwechselnd um ihn. Selbst das Mitschreiben in Vorlesungen wird er packen. Einem Übersetzer erklärte er, wie: „Ich benutze meinen Armstumpf und meinen Kiefer, dazwischen klemme ich den Stift und schreibe. Wenn ich zu viel Druck ausübe, entzündet sich aber mein Stumpf.“ Mit den Prothesen wird das Schreiben für ihn vielleicht bald einfacher sein. 

Das Spendenkonto der Peru-Hilfe

Peru-Hilfe  finanziert sich ausschließlich aus Spenden.  Der DRK Kreisverband Segeberg stellt  Spendenbescheinigungen aus. Kontakt: Königsberger Weg 3, 24576 Bad Bramstedt, Telefon: 04192/8931159. Spendenkonto:Peru-Hilfe, IBAN: DE32230510300000035017, Sparkasse Südholstein.

Fotostrecke: Viel erreicht für Noe und Yorlan
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