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Segeberg Neue Nutzer für Raiffeisenhaus am Bleeck
Lokales Segeberg Neue Nutzer für Raiffeisenhaus am Bleeck
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09:44 12.10.2019
Von Einar Behn
Das Raiffeisenhaus liegt am Bleeck, mitten in der Stadt. Ideal für Volkshochschule und Ärztezentrum. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Möglich wird die Anmietung durch die bereits erfolgte Fusion der Raiffeisenbank Bad Bramstedt mit der Volksbank Pinneberg-Elmshorn zur VR-Bank in Holstein. Die Bankzentrale ist nun in Pinneberg, 35 Mitarbeiter werden in den nächsten Wochen dorthin umziehen und damit etliche Büros im Parterre aber auch im Obergeschoss frei werden.

Die Bramstedter Turnerschaft hatte als erste Interesse an einem Umzug ihrer Geschäftsstelle vom Schäferberg zum Bleeck bekundet. Sie wird im Raiffeisenhaus ein 40 Quadratmeter großes Büro an der Nordwestseite des Gebäudes in Richtung Dänisches Bettenlager mieten. Das Büro im Sportlerheim am Schäferberg liegt zu weit ab für Publikumsverkehr.

Stadt Bad Bramstedt mietet 240 Quadratmeter

An der Seite zur Hamburger Straße will die Stadt insgesamt 240 Quadratmeter Bürofläche mieten. Ein großer Teil davon wird für die Volkshochschule reserviert. Pläne, die VHS über den Geschäften Deichmann und Takko am Lohstücker Weg anzusiedeln, sind damit passé. Bürgermeisterin Verena Jeske sagt: „Um dort eine Barrierefreiheit hinzubekommen, hätte zu viel investiert werden müssen.“ Und die Miete sei auch zu hoch gewesen.

Mobiliar kann von Raiffeisenbank übernommen werden

Im Raiffeisenhaus muss dagegen nichts umgebaut werden. Die Räume befinden sich im Parterre, alles ist ebenerdig. Und Umbaukosten fallen so gut wie gar nicht an. „Alles ist picobello, wir können sogar das Mobiliar von der Bank übernehmen. Die braucht es nicht mehr. Büromöbel sind teuer, wir können dadurch viel sparen“, so Jeske

Die Volkshochschule wird einen 45 Quadratmeter großen Schulungsraum bekommen, daneben zwei kleinere Seminarräume und ein rund 20 Quadratmeter großes Büro. Für VHS-Geschäftsführerin Sabine Ockert sind das paradiesische Zustände. Zurzeit ist die Bildungseinrichtung im Kulturhaus Alte Schule beheimatet, in einem Büro, in das nur ein Schreibtisch und ein Stuhl passen, sowie ein kleiner Seminarraum.

Bad Bramstedter Fraktionen bekommen Tagungsraum

Darüber hinaus wird auch die Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Städing ins Bankgebäude ziehen. Sie bekommt dort ebenfalls ein deutlich größeres Büro als das vorhandene im Nebengebäude des Rathauses. Ein weiterer Raum soll tagsüber für Sprechstunden des Seniorenbeirates, des Sozialverbandes und der Behindertenbeauftragten genutzt werden. Abends können dort die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung tagen. Sie haben bisher keinen Raum, weichen häufig auf Gaststätten aus. 

Im oberen Geschoss der Bank will die Stadt 250 Quadratmeter Bürofläche anmieten. Hier soll das Ärztezentrum entstehen, „aber nur vorläufig“, wie Jeske betont. Eine Expertin müsse die Räume noch auf ihre Eignung hin prüfen. Die Stadt könnte sie dann zu Praxen umbauen und an Ärzte vermieten oder diese als Angestellte beschäftigen. Das hänge von den Interessen der Ärzte ab, so Jeske. Aus Sicht der Stadt wäre es das beste, die Ärzte würden selbstständig sein, die Stadt hätte dann nicht das wirtschaftliche Risiko zu tragen. 

Stadt Bad Bramstedt will Ärztehaus bauen

Längerfristig müsse die Stadt aber ein Ärztezentrum bauen. Das sei wirtschaftlicher. „Wir können dafür mit großer Wahrscheinlich Städtebaufördermittel bekommen und müssen dann nur ein Drittel der Kosten tragen“, rechnet die Bürgermeisterin vor. Außerdem könne die Stadt zurzeit einen Kredit über 30 Jahre mit einem Zinssatz von 1 Prozent aufnehmen. „Das ist günstiger, als Miete bezahlen zu müssen.“ 

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