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Segeberg 14-Jähriger hantierte mit Pseudo-Waffe
Lokales Segeberg 14-Jähriger hantierte mit Pseudo-Waffe
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20:02 01.06.2018
Von Michael Stamp
Für die linke Waffe braucht man einen Waffenschein, die rechte ist ein Spielzeug frei verkäuflich: links eine SIG Sauer P 225 und rechts die Softair-Ausführung.  Letzterer war die Waffe sehr ähnlich, mit ein 14-Jähriger vor einer Schule in Bad Segeberg hantierte. Quelle: Uwe Paesler
Bad Segeberg

Spielerisch hatte der Jugendliche am Rondell neben dem Bad Segeberg Marktplatz in die Gegend gezielt, dann schlenderte er in Richtung ZOB – die Pistole gut sichtbar in der Hand.Die Segebergerin machte Beweisfotos mit ihrem Handy. Nachdem sie sich abends mit ihrem Lebensgefährten über die unheimliche Begegnung ausgetauscht hatte, schickte sie die Bilder an die Polizei.

Glücklicherweise weitgehend harmlos

Wenig später stand fest, wer in der Innenstadt für Aufregung gesorgt hatte. Es handelt sich laut Polizeioberkommissar Dirk Scheele um einen 14 Jahre alten Jugendlichen – und die Waffe entpuppte sich glücklicherweise als weitgehend harmlose Softair-Pistole, mit der man winzige Kügelchen verschießen kann. Eine Bagatelle war der Auftritt vor der Schule aber nicht, wie Polizeisprecher Scheele betont. „Der wird ordentlich eingenordet.“ Ob sich der 14-Jährige wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten muss, entscheide der Kreis Segeberg.

Im Zweifelsfall sofort den Notruf "110" wählen

Lars Brockmann, ebenfalls Sprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg, weist darauf hin, dass solche „Anscheinwaffen“ selbst Experten vor Probleme stellen. „Es ist auf Anhieb nicht zu unterscheiden, ob so ein Ding echt ist oder nicht. Sehr oft sehen sie täuschend echt aus – selbst noch, wenn man sie in der Hand hat.“

Für das Führen einer echten Schusswaffe ist ein Waffenschein erforderlich; aber auch damit bleibt es verboten, das Schießeisen bei öffentlichen Veranstaltungen bei sich zu haben. Dies wäre ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Einen letzten Hinweis hat die Polizei noch: Wer jemanden mit solch einer (Pseudo-)Waffe herumspielen sieht, sollte laut Scheele und Brockmann sofort die „110“ wählen.

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