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Segeberg Basketballkörbe sollen abmontiert werden
Lokales Segeberg Basketballkörbe sollen abmontiert werden
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07:10 07.06.2019
Von Michael Stamp
SPD-Ortsvorsitzender Magnus Wittern schlägt vor, im Südstadtpark gegenüber den Anwohnern guten Willen zu demonstrieren, indem man unter anderem die Basketballkörbe abmontiert und die Fußballtore dämmt. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

Im Sozial- und im Bauausschuss wurde der andauernde Konflikt zwischen jungen Parknutzern und Anwohnern ausgiebig diskutiert – und das Thema ist nach wie vor hochgradig strittig. „Wir haben alles richtig gemacht“, betonte Ralf Schaffer (BBS). „Wir haben den Park attraktiv gestaltet – und er wird jetzt sehr gern genutzt. Das darf nicht schlimm sein.“ 

Gejohle der jungen Nutzer ist die größte Lärmquelle

Wie Schaffer weiter ausführte, sei das von der Stadt vorgelegte Lärmgutachten sehr aussagekräftig. „Im Gutachten steht klar und deutlich, dass das Multifunktionsspielfeld nicht der Lärmverursacher ist. Es sind die Stimmen, das Gekreische, das Gejohle – einfach das Spaß-Haben.“ Die Freude am Leben und am gemeinsamen Spiel könne man schlecht jemandem verbieten. 

Abriss des Spielfeldes würde 280000 Euro kosten

Ein kompletter Abriss des gesamten Feldes würde laut Sozialausschuss-Vorsitzender Kirsten Tödt rund 280 000 Euro kosten. Außerdem müsste Bad Segeberg Fördergelder zurückzahlen, die die Kommune aus dem Projekt Soziale Stadt für den Park erhalten hat. Aber selbst wenn die Stadt das gesamte Spielfeld wieder abbauen würde, erklärte Schaffer, könnten die Kinder und Jugendliche einfach vier Ranzen als imaginäre Torpfosten hinlegen und auf dem Rasen kicken – Jubelgeschrei inklusive. Insofern wäre die zuletzt geplante Lärmschutzwand, die nach neuesten Erkenntnissen mit 140 000 statt 70 000 Euro zu Buche schlagen würde, „relativ wirkungslos“.

Geplante Lärmschutzwand in quasi abgehakt

In beiden Ausschüssen spielte die Wand, die das Spielfeld an drei Seiten umschließen sollte, quasi keine ernsthafte Rolle mehr. Die Stadt, so machte Bauamtsleiterin Antje Langethal deutlich, würde als schnelle Übergangslösung am liebsten einen Zaun um das Spielfeld ziehen, die Öffnungszeiten begrenzen und nur noch Nutzer bis einschließlich 13 Jahren zulassen. Da macht jedoch die Kommunalpolitik zumindest bisher nicht mit. Die Entscheidung wird am Dienstag, 18. Juni, in der Stadtvertretung fallen.

Ballfanggitter sollen durch Netze ersetzt werden

Die Ausschüsse votierten mehrheitlich (jeweils bei Enthaltungen der BBS-Vertreter) für einen kombinierten Antrag von SPD und Grünen. Die Sozialdemokraten wollen, wie ihr Ortsvorsitzender Magnus Wittern vorstellte, den Abbau der Basketballkörbe – allein schon, um das andauernde Prellgeräusch zu vermeiden. Außerdem sollen die scheppernden Hinweisschilder verändert werden; ebenso will die Partei, dass sämtliche Ballfanggitter entfernt und durch feuerfeste Metallnetze ersetzt werden. Ein weiterer „Rückbau“ der Anlage soll geprüft werden. Den Zaun lehnte die SPD ab, weil sie keine Einschränkung der Nutzungszeiten will.

Annelie Eick, Fraktionsvorsitzende der Grünen, hatte darüber hinaus beantragt, eine bauliche Aufarbeitung der unebenen Spielfelder an den Fischteichen und am Hamdorfer Weg zu kalkulieren. Die Zahlen sollen den Kommunalpolitikern in einigen Wochen vorgelegt werden. Ziel ist, weitere Anlaufstellen für sportbegeisterte Jugendliche zu bieten. Grundproblem ist nach Einschätzung von Annelie Eick, dass die Sportanlagen der Schulen mittlerweile abgesperrt sind und so nicht mehr für private Freizeitaktivitäten zur Verfügung stehen.

Kinder- und Jugendbeirat sieht die Entwicklung besorgt

Hellena-Mercedes Wagemann vom Kinder- und Jugendbeirat findet den Abbau nicht glücklich, weil er sie an den Abriss der Skateranlage erinnert. „Einen Rückbau finde ich nicht positiv. Wir Jugendlichen sind sind geschädigt, was den Rückbau von Plätzen angeht.“

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