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Segeberg Führerschein gegen Fahrschein
Lokales Segeberg Führerschein gegen Fahrschein
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20:20 20.03.2018
Umstieg leicht gemacht: Senioren aus Bad Segeberg und Fahrenkrug können ihre Führerscheine gegen kostenlose Bus-Fahrscheine tauschen. Quelle: Dierk E. Seeburg
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Bad Segeberg

Dieses Mal ist neben der Kreisstadt auch Fahrenkrug mit von der Partie.

Die rund 18000 Einwohner zählende Kalkbergstadt stelle auf ihre Kosten wie in den Vorjahren bis zu 30 Jahrestickets zur Verfügung, kündigte Bürgermeister Dieter Schönfeld an. Sein Kollege Rolf-Peter Mohr aus Fahrenkrug mit seinen etwa 1600 Einwohnern berichtete, der Ort habe sich nach einmütigem Beschluss der Gemeindevertretung keine Obergrenze gesetzt.

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Wie seit der Einführung 2011 werden in Bad Segeberg die Kosten wieder aus dem Etat bestritten. Das Senioren-Jahresticket hat jetzt einen Wert von 364,80 Euro. Also lässt sich die Stadt das bis zu 10944 Euro kosten. „Das ist gut angelegtes Geld im Sinne der Erhöhung der Verkehrssicherheit“, ist sich Schönfeld wie in den Vorjahren sicher und weiß sich darin einig mit Mohr. „Wir haben im Ort eine gute Infrastruktur“, schilderte der Fahrenkruger und schlussfolgerte aus der guten Verkehrsanbindung: „Man kann seinen Führerschein abgeben und trotzdem mobil bleiben.“

Abgegeben werden können Führerscheine von in Bad Segeberg oder Fahrenkrug wohnenden Senioren bis 18. Mai bei der Polizeidirektion in Bad Segeberg (Dorfstraße 16-18) von 9 bis 15 Uhr. Dazu sind der Personalausweis und ein Passbild sowie der Führerschein auf die Polizeiwache mitzubringen. In einer Veranstaltung am 27. Juni im Bürgersaal des Rathauses werden die abgegebenen Führerscheine amtlich entwertet und im Gegenzug die Jahrestickets ausgegeben.

Seit dem Start der Aktion 2011 haben sich inzwischen 182 Bad Segeberger Senioren von ihrer Fahrerlaubnis getrennt. Polizeihauptkommissar Bernd Kanert als Präventionsbeauftragter der Polizeidirektion Bad Segeberg kommentierte: „Wir sind sehr zufrieden, dass das Thema sich hält. Es ist ein tolles Angebot.“ Denn durch jeden Verzicht werde eine Verringerung des Gefahrenpotenzials im Straßenverkehr erreicht.

Von Dierk E. Seeburg

Klaus-Ulrich Tödter 20.03.2018
Gerrit Sponholz 20.03.2018
Nicole Scholmann 20.03.2018