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Segeberg Bad Segeberg hat jetzt ein Jugendbüro
Lokales Segeberg Bad Segeberg hat jetzt ein Jugendbüro
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18:52 26.05.2019
Von Michael Stamp
Sie feierten im WortOrt an der Oldesloer Straße die offizielle Eröffnung des Jugendbüros in Bad Segeberg: Stadtvertreter Jens Lichte (von links), Amtsleiter Stephan Hartung, Projektleiter Thomas Minnerop, Geschäftsführer Holger Lück vom Verein für Jugend- und Kulturarbeit sowie Bürgermeister Dieter Schönfeld. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

„Es läuft gerade gut für die Jugend in Bad Segeberg“, sagt Minnerop. Drei Jahre lang wurde die intensivere Beteiligung der jungen Leute an Entscheidungsprozessen in der Kommunalpolitik gefördert. Nun erhalten sie das Jugendbüro, in dem sie mit Anliegen aller Art vorsprechen können.

Jugendcafé soll ins Milk & Honey einziehen

Parallel dazu ist von drei Privatleuten ebenfalls in der Innenstadt ein Jugendcafé in Planung. Es soll selbstverwaltet sein und im ehemaligen Café Milk & Honey am Seminarweg aufgemacht werden. Hier sind aber längst noch nicht alle Voraussetzungen geschaffen – und von der Idee der drei Initiatoren, dass die Stadt Bad Segeberg den Betrieb nach einem Einführungsjahr auf eigene Kosten übernimmt, hält der Verwaltungschef nichts. „Ich finde, dass private Initiativen generell auch privat bleiben sollten.“

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Jugendbüro richtet sich an junge Leute von 12 bis 27 Jahren

Das Jugendbüro der Stadt hingegen ist bereits Realität. Es richtet sich nach Minnerops Worten an eine Zielgruppe im Alter von 12 bis 27 Jahren. Dazu zählen beispielsweise Schüler, Auszubildende und arbeitslose Jugendliche. Ebenfalls seien junge Migranten willkommen. „Es ist schwierig, alle zu erreichen“, weiß Bürgermeister Schönfeld. „Aber wir bietet hier im Jugendbüro eine gute Möglichkeit dazu.“ Wie Minnerop und der zuständige Amtsleiter Stephan Hartung sagen, gibt es in der Kalkbergstadt rund 1 600 Einwohner im entsprechenden Alter. Zähle man die Schüler der weiterführenden Schulen dazu, erreiche Bad Segeberg schnell eine Zielgruppe von insgesamt etwa 4 000 Menschen.

Ist geöffnet, steht eine bunte Fahne vor der Tür

Weil Thomas Minnerop das Büro allein betreiben wird, kann er nicht täglich oder ganztags dort anzutreffen sein. Folgende Öffnungszeiten wurden festgelegt: montags von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr, dienstags von 14 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 14 Uhr. Minnerop schätzt, dass die Schüler mögliche Freistunden zum Besuch nutzen oder auf dem Weg zum Bus bei ihm reinschneien. Sobald Minnerop am Platz ist, soll vor dem Haupteingang des WortOrts ein so genannter „Kundenstopper“ in Form einer Fahne an der Oldesloer Straße stehen. Für das Jugendbüro wurde ein leicht wiederzuerkennendes Logo entwickelt. 

Kleiner Raum lädt zu gemütlichen Besprechungen ein

Im Jugendbüro sollen sich die Stadt-Schülervertretung, der Kinder- und Jugendbeirat und andere Interessengruppen vernetzen können. Allzu viel Platz ist nicht, aber für kleinere Netzwerktreffen sind genug Plätze auf dem gemütlichen Sofa und den Korbstühlen vorhanden. Sollten junge Leute Projekte oder Veranstaltungen planen, sind sie dort ebenfalls richtig. Und Minnerop will helfen, wenn jemand mit Problemen nicht weiter weiß. „Ich werde keine therapeutischen Gespräche führen, kann aber die richtigen Ansprechpartner nennen.“ 

331 Schüler bei der U18-Europawahl im WortOrt

Zur U18-Europawahl seien jüngst übrigens 331 Schüler in den WortOrt gekommen – laut „Minne“ ein hervorragender Wert bei 827 im gesamten Kreis Segeberg und etwa 3000 in ganz Schleswig-Holstein

Michael Stamp 26.05.2019
Einar Behn 25.05.2019
Gerrit Sponholz 25.05.2019