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Segeberg Old Shatterhand und Winnetou sind da
Lokales Segeberg Old Shatterhand und Winnetou sind da
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10:02 23.05.2018
Von Gunnar Müller
"Winnetou und die Felsenburg": Im Bad Segeberger Rathaus wurde das Ensemble der Saison 2018 offiziell von Bürgermeister Dieter Schönfeld begrüßt. Die Hauptdarsteller (von links) Jochen Horst (Harry Melton), Jan Sosniok (Winnetou) und Christine Neubauer (Judith Silberstein) scheinen sich gut zu verstehen. Quelle: Gunnar Müller
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Bad Segeberg

„Ein schmuck gekleidetes Mädchen mit orientalischen Zügen und ungewöhnlicher Schönheit“ – so beschrieb Karl May einst Judith Silberstein, die von Macht besessene eiskalte Gaunerin in „Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“. Deren Darstellerin Christine Neubauer lächelte, als sie gestern vom Regisseur Norbert Schultze jr. beim schon traditionellen Empfang des Karl-Ensembles im Rathaus präsentiert wurde.

Gefragt: skrupellose Rollen

Vorstellen allerdings muss man die Schauspielerin, das „Vollweib“ des deutschen Fernsehens, kaum. Schon länger stand sie als Komplizin des Schurken Harry Melton fest. Doch Karsten Speck, der ursprünglich für die Rolle des Fieslings vorgesehen war, musste gesundheitlich absagen. Auf Speck folgte „Balko“ Jochen Horst: Turnschuhe, helle Hose, lässig eine kleine Tasche umgehängt und braun gebrannt, stand er neben Neubauer und Jan Sosniok. Als „Greenhorn“, als Neuling, bezeichnete Regisseur Schultz den 56-Jährigen – was sich zweifelsohne nur auf seine Premiere auf der Freilichtbühne bezieht. „Eine skrupellose Rolle wie den Melton zu spielen macht mir großen Spaß.“

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Joshy Peters: die Konstante der Karl-May-Spiele

Natürlich leben die Karl-May-Stücke vom Gegensatz Gut gegen Böse – und einer der Guten, Winnetou, wird nun bereits zum sechsten Mal in Folge von Jan Sosniok dargestellt. Der andere, Old Shatterhand, wird von Joshy Peters verkörpert. Vor mehr als 30 Jahren gab der Hamburger sein Debüt am Kalkberg. Beim Empfang standen nun Silberstein und Melton, Winnetou und Old Shatterhand friedlich nebeneinander, scherzten und blödelten miteinander. „Unser ganzes Team sind rund 160 Personen“, erklärte Regisseur Schultze. Doch an einen engeren Kern der Darsteller richtete der Bürgermeister einige Worte über die Bedeutung der Spiele für die Stadt: „Egal, wo Sie hinkommen – fällt der Name Bad Segeberg, denken die meisten gleich an Winnetou“, sagte Dieter Schönfeld.

„Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“

„Winnetou und das Geheimnis der Felsenburg“ zählt zu den selten aufgeführten Stücken: 1969 (als „Die Felsenburg“) und 2005. Vor 13 Jahren verkörperten noch Gojko Mitić den Winnetou, Götz Otto gab den fiesen Melton und Saskia Valencia die Judith; Joshy Peters „Vete-Ya, der Große Mund“. Dieser wird nun von Nicolas König gespielt, kein Unbekannter am Kalkberg. Bereits seit 1992 zog es ihn immer wieder zu den Spielen. Ein anderer König, Max König, ist zum zweiten Mal dabei. 2018 spielt er den Häutplingssohn der Mimbrenjos, der sich den Namen „Yuma-Shetar“ verdienen muss. „Als ich fünf oder sechs Jahre alt war und Joshy auf der Bühne sah, stand für mich fest, dass ich Schauspieler werden möchte.“ Dass er jetzt mit seinem Vorbild von damals gemeinsam auf der Bühne steht, freut den Möllner.

Viele "Wiederholdungstäter" am Kalkberg

Ebenfalls Wiederholungstäter sind Stephan A. Tölle, Patrick L. Schmitz, Harald Wiezorek („Niemand stirbt so schön“) und Fabian Monasterios. Melanie Böhm verkörpert hingegen mit der Wirtstochter Felisa erstmals eine Figur im Wilden Westen Segebergs.

Die Premiere wird am Sonnabend, 23. Juni, um 20.30 Uhr gezeigt. Karten sind im Vorverkauf unter www.karl-mqay-spiele.de und unter der Tickethotline (0,14 €/ Minute aus dem Festnetz, aus dem Mobilfunknetz maximal 0,42 € / Minute) 01805/952111 erhältlich.

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