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Segeberg Lärmschutzwand wird doppelt so teuer
Lokales Segeberg Lärmschutzwand wird doppelt so teuer
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15:30 03.06.2019
Von Michael Stamp
Die geplante Lärmschutzwand im Südstadtpark wird doppelt so teuer als ursprünglich veranschlagt. Quelle: Gosch-Schreyer-Partner
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Bad Segeberg

Die Stadtvertretung muss nun entscheiden, ob das Geld zähneknirschend ausgegeben, eine Altersbegrenzung eingeführt oder im Baugebiet Burgfelde ein neues Multifunktionsspielfeld aufgebaut wird. Der Ausgang ist völlig offen. Der 15000 Quadratmeter große Südstadtpark war im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt“ für 50000 Euro verschönert worden. Um die Grünanlage für junge Leute spannender zu machen, baute die Stadt ein Feld auf, auf dem sich unter anderem Fußball, Tischtennis und Basketball spielen lassen. 

Anwohner beschweren sich über Lärm

Was nun ein Grund zur großen Freude sein sollte, hat sich in ein Ärgernis verwandelt: Das Spielfeld wird so rege genutzt, dass sich die Anwohner über Lärm beklagen. Der Südstadtbeirat forderte eine Lärmschutzwand und befürwortete bei einer Sitzung im April eine schlanke Bauform. Zu diesem Zeitpunkt war man bereits rund 100000 Euro ausgegangen – aber selbst diese erhöhte Summe reicht nun nicht mehr.

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Geld im Haushalt reicht bei weitem nicht

Aber nun reicht die im städtischen Haushalt bereitgestellte Summe von 70000 Euro nicht aus. „Die Detailplanung hat ergeben, dass die Kosten für die Errichtung einschließlich der Honorarkosten für das Ingenieurbüro und der Kosten für die Baugrunduntersuchung und -beurteilung rund 140 000 Euro brutto betragen“, teilt Stadtplanerin Ute Heldt Leal mit. Sie schlägt vor, einen Bauantrag einzureichen, um auf diesem Wege festzustellen, ob er vom Kreis Segeberg überhaupt genehmigt würde.

Sicherheitsdienst müsste dauerhaft vor Ort sein

Eine schnelle Lösung noch vor dem Sommer war ohnehin unwahrscheinlich geworden. Laut Ute Heldt Leal schaut aktuell zweimal täglich eine Streife des Sicherheitsdienstes Mebo dort vorbei, um für Ordnung zu sorgen. „Der Effekt ist nachvollziehbar gering.“ Eine dauerhafte Präsenz bis Oktober (wie im Vorjahr) würde zwischen 35000 und 40000 Euro kosten.

Kommt jetzt ein Zaun um das Spielgelände?

„Alternativ könnte ein Zaun um das Gelände gezogen werden“, schlägt die Stadtplanerin vor. Zudem könne die Stadt nur noch Kinder bis einschließlich 13 Jahren die Benutzung des Spielfeldes erlauben. „Die Öffnungszeiten wären dabei auf Montag bis Sonnabend von 8 bis 18 Uhr zu beschränken.“ Aufschließen soll morgens der Bauhof, abends ist die Firma Mebo mit dem Schlüssel an der Reihe.

Entsteht im Baugebiet Burgfelde ein neues Spielfeld?

Nach wie vor im Gespräch sind Alternativstandorte – was die Belebung des Parks teilweise rückgängig machen würde. „Die Verwaltung geht davon aus, dass ein Neubau kostengünstiger würde als die Lärmschutzwand im Südstadtpark.“ Grundsätzlich in Frage konnte ein Areal im Süden des Gewerbegebiets Burgfelde. „Hier grenzt keine Wohnbebauung unmittelbar an, und aufgrund der Fuß- und Radwegstruktur ist die Fläche über den Nelkenweg gut an die Siedlungsgebiete angeschlossen. Die endgültige Entscheidung dürfte die Stadtvertretung am 18. Juni treffen. 

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