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Segeberg Mann stirbt nach Polizeikontrolle
Lokales Segeberg Mann stirbt nach Polizeikontrolle
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16:34 12.04.2019
Wie die Polizei am Freitagmittag mitteilte, ist in der Nacht ein 56-jähriger Mann in einem Krankenhaus verstorben, der zuvor Widerstand bei einer Verkehrskontrolle in Bad Segeberg geleistet hat und sich so eine Platzwunde am Kopf zuzog. Quelle: Thorsten Beck
Bad Segeberg

Der Mann war nach Darstellung von Staatsanwältin Birgit Heß und Polizeisprecher Matthias Felsch gegen 2 Uhr im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen erlegen. Bis in den Nachmittag hinein waren Beamte vor Ort, um Spuren zu sichern und den Hergang zu rekonstruieren. Die Straße Am Kleinen See war währenddessen für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.

Mann wurde von der Polizei gesucht

Wie es in einer von den beteiligten Behörden gemeinsamen veröffentlichten Stellungnahme der heißt, sollte der 56-Jährige nach jetzigem Ermittlungsstand gegen 0.30 Uhr im Rahmen einer Verkehrskontrolle von einer Streifenwagenbesatzung des Polizeibezirksreviers Bad Segeberg überprüft werden. „Im Verlauf dieser Kontrolle leistete der Mann, der von der Staatsanwaltschaft Kiel zur Aufenthaltsermittlung wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ausgeschrieben war, erheblichen Widerstand.“ Die heftige Gegenwehr habe die beiden 29 und 32 Jahre alten Beamten veranlasst, über die Einsatzleitstelle weitere Streifenwagen zur Unterstützung anzufordern.

Ein 56-jähriger Mann ist in einem Krankenhaus verstorben, der zuvor Widerstand bei einer Verkehrskontrolle in Bad Segeberg geleistet hat. Die Polizei sichert Spuren.

Im Rettungswagen kollabiert

Offenbar bei der Auseinandersetzung muss sich der Fahrer eines Transporters mit Lübecker Kennzeichen, der den ganzen Freitag über auf einem abgeriegelten Parkplatz der Straße Am Kleinen See hinter der Kalkberg-Passage stand, eine Platzwunde am Kopf zugezogen haben. Die wurde von den Ordnungshütern nach deren Angaben entdeckt, als sie den 56-Jährigen schließlich zu Boden gebracht und überwältigt hatten. Die Streifenpolizisten hätten dann umgehend einen Rettungswagen angefordert, der nur wenige Minuten später am Einsatzort eintraf.

Er brachte den schwer Verletzten, der zwischenzeitlich kollabiert war und reanimiert werden musste, mit der Unterstützung eines Notarztes in die Allgemeine Klinik (AK). Dort sei der Mann kurze Zeit später gestorben. 

Welche Schuld trifft die Beamten?

Die Staatsanwaltschaft Kiel und das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Kiel haben die Ermittlungen mit Unterstützung von Kollegen aus Pinneberg und Elmshorn aufgenommen. „Wir prüfen, ob und gegebenenfalls welcher strafrechtliche Vorwurf den vor Ort eingesetzten Polizeibeamten zu machen ist“, erklärte Staatsanwältin Birgit Heß

Von Thorsten Beck

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