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Segeberg Schüler wollen Klima-Notstand ausrufen
Lokales Segeberg Schüler wollen Klima-Notstand ausrufen
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19:42 05.04.2019
Von Michael Stamp
Vor dem Bad Segeberger Rathaus wurde für den Klimaschutz demonstriert. Bürgermeister Dieter Schönfeld nahm eine Protestnote entgegen, die die Stadt zum Ausrufen des "Klima-Notstandes" auffordert. Quelle: Michael Stamp
Bad Segeberg

Organisatorin Nina Swoboda überreichte an Schönfeld zusammen mit Rahel Möller und rund drei Dutzend weiteren Klimaschutz-Demonstranten der Reihe „Fridays For Future“ den Aufruf, eine Resolution zu unterstützen. Es soll ein „Klima-Notstand“ ausgerufen werden.

Jugendlich fürchten "verheerende Folgen" des Klimawandels

„Trotz weltweiter Bemühungen über Jahrzehnte, den Ausstoß von Klimagasen zu reduzieren, nimmt deren Konzentration Jahr um Jahr zu“, heißt es in dem zweiseitigen Schreiben. „Die Wissenschaft prognostiziert verheerende Folgen für die menschliche Zivilisation und die Natur auf dem Planeten Erde.“ Es wird gefordert, dass Bad Segeberg den „Klima-Notstand“ anerkennt und die Eindämmung des Klimawandels und seiner Folgen zur Aufgabe von höchster Priorität macht.

Schüler demonstrieren auch in den Osterferien

Schönfeld lobte die Schüler, dass sie nun auch in den Osterferien für ihr Anliegen eintreten und trotz der schulfreien Zeit in so großer Zahl erschienen sind. „Ihr werdet wahrgenommen!“, sagte der Bürgermeister. „Was ihr an Sorgen angesprochen habt, ist berechtigt.“ Es sei in diesem Zusammenhang zwar erfreulich, dass er und die Demonstranten sich in diesem Punkt einig seien, aber: „Das Verhalten der Bürger muss sich ändern.“

Stadtvertretung soll Resolution am 28. Mai beraten

Schönfeld stellte in Aussicht, dass die Stadtvertretung in ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 28. Mai, über dieses Thema berät und sich zu der Resolution äußert. Der Rathaus-Chef ist optimistisch, dass die Kommunalpolitiker dem Wunsch der Demonstranten folgen werden. „Ich glaube schon, dass wir das machen werden – aber es ist natürlich nur ein symbolischer Akt.“ Er wünschte den Schülern, die am nächsten Freitag erst einmal gründlich ausschlafen und dann von 15 bis 17 Uhr auf dem Marktplatz streiken, schöne Osterferien und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Klima-Aktivisten nicht ins Flugzeug steigen, um eine Fernreise zu unternehmen. Da schauten einige dann leicht betroffen aus der Wäsche.

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