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Segeberg Einsatz für die neue Heimat
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17:22 02.01.2019
Es kamen eine ganze Menge blauer Müllsäcke auf der Ladefläche des Bauhof-Transporters zusammen. Die beiden städtischen Mitarbeiter sorgten für ordnungsgemäße Entsorgung. Quelle: Dierk E. Seeburg
Bad Segeberg

 Bei der Aktion von diesmal fünf männlichen Angehörigen der muslimischen Reformgemeinde Ahmadiyya Muslim Yamaat kamen mehr als ein Dutzend gefüllter Müllsäcke zusammen. Sie wurden wie jedes Jahr seit 2007 zwei Mitarbeitern des städtischen Bauhofs übergeben, die den Abfall der umweltgerechten Entsorgung zuführten.

Liebe für alle - Hass für keinen

Mit der Säuberungsaktion als Dienst am Nächsten und individuellen Dankesbeitrag für die Gesellschaft, in der sie einst Aufnahme fanden und respektiert werden, folgte das ursprünglich aus Pakistan stammende Quintett erneut einem bundesweiten Aufruf der muslimischen Bundesorganisation Maijlis Khuddam-ul-Ahmadiyya Deutschland. So bezeichnet sich die Jugendorganisation der seit einigen Jahren in Deutschland offiziell als Glaubensgemeinschaft anerkannten Religionsgemeinschaft, die sich als friedvolle und tolerante islamische Reformgemeinde versteht. Sie lebt in Deutschland nach der Devise „Liebe für alle – Hass für keinen“.

Gemeinde 1889 in Indien gegründet

Die Ahmadiyya-Gemeinde war 1889 in Indien gegründet worden mit dem Ziel, in verständiger und nicht radikaler Auslegung der Suren des Koran den Kontakt der Menschen zum Schöpfer neu zu beleben. Weltweit zählt die Glaubensgemeinschaft, die Gewalt in jeglicher Form ablehnt und sich für die Wahrung der Menschenrechte einsetzt, in mehr als 200 Ländern etliche Millionen Gläubige. Etwa 35000 davon leben in Deutschland. Sie wollen wie seit 1997 Jahr für Jahr durch freiwillige „ehrenvolle Arbeit“ ihre Verbundenheit zur deutschen Heimat zeigen, so auch jetzt wieder die Bad Segeberger Akteure mit Unterstützung des jetzt 66-jährigen Familienoberhaupts Malik Daud Khokhar.

Aus Pakistan zugewandert

Er war 1998 mit seiner Familie aus Glaubensgründen aus seiner pakistanischen Heimat geflohen. Denn die muslimische Reformgemeinde werde seit langen Jahren vom pakistanischen Staat als unrechtmäßige Organisation verfolgt. Khokhar fand mit seinen Angehörigen Unterschlupf in Deutschland, zunächst in Garbek und danach im Seedorfer Ortsteil Berlin bis zu seinem Umzug im Herbst 2007 an den Hamdorfer Weg in Bad Segeberg. Schon in den Dörfern hatte sich seine Familie am jährlichen Silvester-Dorfputz beteiligt und will diese Aktion auch künftig beibehalten.

Von Dierk E. Seeburg

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