Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg So bunt war das Derby in Bad Segeberg
Lokales Segeberg So bunt war das Derby in Bad Segeberg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:24 26.05.2019
Von Michael Stamp
Das Städtische Gymnasium holte sich wie schon 2018 den Derby-Pokal. Die Mannschaft des 12. Jahrgangs („Ballertdasdarein Istanbul“) setzte sich im Finale mit 1:0 gegen die angehenden Abiturienten der Dahlmannschule („Glashoch Rangers“) durch. Quelle: Michael Stamp
Anzeige
Bad Segeberg

Schon am Nachmittag waren Schlachtenbummler der beiden Schulen, die im Grunde eine Rivalität im Stile von Borussia Dortmund und Schalke 04 nachspielen, mit lautstarken Gesängen durch die Innenstadt gezogen. Das Ziel war die Kreissporthalle. Dort ging das Derby ab 18 Uhr über die Bühne. Insgesamt 1400 Tickets waren vergeben worden. 

Bissige Plakate mit lustigen Sprüchen

Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem eine brütende Hitze auf der Halle lastete und zu einigen Kreislaufproblemen bei Besuchern führte, ging es diesmal erträglicher zu. Seit Beginn des Schuljahres hatten die Mannschaften der 11. und 12. Jahrgänge für das Kicken und die Cheerleader-Shows trainiert. Das ganze Spektakel wurde auch wieder mit Plakaten garniert, auf denen die Blau-Weißen von der DMS und die Rot-Schwarzen vom STG einander mit Nettigkeiten bedachten. Kostprobe: „Unser Bähr frisst euren Ho(e)nig“ - eine Anspielung auf Direktor Frank Ulrich Bähr vom Städtischen Gymnasium und den zwischenzeitlich amtierenden Schulleiter Tobias Hoenig von der Dahlmannschule. Bähr war ebenso anwesend wie sein jetziges Pendant Thorsten Glaser.

Anzeige

DMS-Cheerleader hätten den Sieg verdient gehabt

Die DMS-Cheerleader-Mädels mit Nele Schomaker an der Spitze hatten mit Marcel Meyerfeld auch einen männlichen Tänzer in ihren Reihen. Er begeisterte das Publikum neben der Puschelei auch mit Rückwärts-Salti. Selbst nach dem Gegentor im Finale versuchte die Truppe noch, die Fußballer ihrer Mannschaft "Glashoch Rangers" nach vorn zu peitschen, doch es wurde nichts mehr. Um 21.30 Uhr stand der 12. Jahrgang des STG ("Ballertdasdarein Istanbul") als Sieger fest. Zuvor hatte der 11. STG-Jahrgang („Black Bears“) die gleichaltrigen Dahlmannschüler („Ajax Dauerstramm“) mit 2:0 abgefertigt. 

Wegen Vermüllung stand das Derby fast vor dem Aus

Zwischendrin wäre das Derby fast vorzeitig beendet worden. Das Gelände neben der Halle war dermaßen vermüllt, dass Moderator Niklas Hübner das Turnier unterbrach. „Wer freitags demonstrieren kann, der kann auch seinen Müll wegräumen“, sagte er in Anspielung an die Fridays-For-Future-Demonstrationen. „Der ganze Parkplatz ist verdreckt. Bevor das nicht weg ist, wird kein Spiel mehr angepfiffen.“ Nach diversen weiteren Ermahnungen wurde dann tatsächlich so aufgeräumt, dass die Spiele fortgesetzt werden konnten. 

STG war deutlich effizienter als die DMS

Für die Dahlmänner ging der gebrauchte Abend weiter. Im gesamten Turnier gelang ihnen nur ein einziges Tor. Die Angriffe der STG-Mannschaften waren deutlich gefährlicher und effizienter. Hässliche Szenen wie die, in der ein Spieler gefoult zu Boden ging und aus einem halben Meter Abstand noch den Ball an den Kopf geschossen bekam, waren äußerst selten. Als Noah Fredrich den Ball über die Linie drückte, war der Jubel grenzenlos.

Leiter der Dahlmannschule baute seine Schüler auf

DMS-Leiter Glaser ging nach dem Schlusspfiff zunächst zu seinen enttäuschten Schülern und baute sie mit aufmunternden Worten wieder auf. Anschließend gratulierte er dem Sieg-Torschützen und dessen Mannschaftskameraden mit Handschlag. Während sich die Dahlmannschüler schon zur After-Show-Party in der Discothek Que trollten, reichten die siegreichen Städter den Pokal herum, bevor sie sich ebenfalls auf den Weg zur Rosenstraße machten.

Das Derby zwischen Dahlmannschule und Städtischem Gymnasium in Bad Segeberg ist eine echte Show. Neben gemeinen Plakaten, Dutzenden von Cheerleadern gehörte auch ein männlicher Puschel-Experte zu den Hinguckern.
Einar Behn 25.05.2019
Gerrit Sponholz 25.05.2019
Segeberg Motorsport Kaltenkirchen - "Es gibt keine Alternative für uns"
Sylvana Lublow 24.05.2019