Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg SPD gegen Rückkehr der Brötchentaste
Lokales Segeberg SPD gegen Rückkehr der Brötchentaste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:38 03.05.2019
Von Michael Stamp
Die "Brötchentaste" soll laut CDU in Bad Segeberg wieder eingeführt werden. Die SPD-Fraktion ist dagegen. Quelle: Marcus Brandt
Bad Segeberg

Die CDU hatte jüngst ein ganzes Maßnahmenpaket vorgeschlagen, das die Parkraumbewirtschaftung in Bad Segeberg gründlich umkrempeln würde. Einer der Kernpunkte ist das Comeback der „Brötchentaste“ an den städtischen Parkscheinautomaten. Allerdings solle das Gratis-Parken nur noch 15 statt 30 Minuten möglich sein – genug jedenfalls für eine kurze Besorgung wie den Brötchenkauf.

SPD: Lieber den Öffentlichen Nahverkehr fördern

„Ob nun durch Brötchentaste oder Zeitmesser – der verkehrspolitische Ansatz ist aus Sicht der SPD-Fraktion völlig falsch“, findet SPD-Fraktionsvorsitzender Dirk Wehrmann. „Wir sollten eher wie andere Kommunen versuchen, Individualverkehr zu vermeiden und gute Alternativen im Öffentlichen Personennahverkehr zu bieten.“ Die SPD begrüße zwar „alle Maßnahmen, die zu einer weiteren Belebung der Stadt und der örtlichen Wirtschaft beitragen“, könne dem CDU-Antrag jedoch in weiten Teilen nicht folgen.

Genossen fürchten weitere Defizite im Haushalt

Die 15-Minuten-Regelung unterbinde einen längeren Aufenthalt der Kunden in der Innenstadt und sorge zudem für Stress, fürchtet die SPD laut Wehrmann. „Dies fügt der sozialdemokratischen Position auch einen gesundheitspolitischen Aspekt hinzu.“ Schon bei der Tourismusabgabe habe die Stadt aufgrund eines CDU-Antrags auf eine erhebliche Summe verzichtet; die Christdemokraten hatten den Hebesatz für die Abgabe niedriger festsetzen lassen als nötig. Nun solle trotz Finanzproblemen weiter an den Einnahmen der öffentlichen Hand geschraubt werden, kritisiert Wehrmann. „Es stellt sich die Frage, wie der mit erheblichen strukturellen Defiziten belastete Haushalt ausgeglichen werden soll.“ 

Parkscheine an der Kurhausstraße für SPD nicht denkbar

CDU-Fraktionsvorsitzender Torben Fritsch und seine Parteifreunde hatten als Gegenfinanzierung das Aufstellen von Parkscheinautomaten an der Kurhausstraße vorgeschlagen. Dort müssen im Moment Parkscheiben ausgelegt werden. Den angestrebten Wechsel zum Parkticket trägt die SPD ebenfalls nicht mit. „Das Modell Parkscheibe hat sich aus Sicht der SPD an der Kurhausstraße etabliert“, betont Wehrmann. Über die Parkdauer lasse sich sprechen, aber „eine Parkscheinregelung in einer eh völlig überfüllten Verkehrssituation ist nicht vorstellbar.“

Sozialdemokraten gegen Langzeitvermietungen von Parkplätzen

Nicht einverstanden sind die Genossen auch mit dem Vorschlag, die Parkscheinautomaten auf der Backofenwiese, am Winklersgang und an der B206 neben der Feuerwehr abzuschaffen und auf Parkscheibe umzustellen. „Auch hier stellt sich die Frage nach der seriösen Gegenfinanzierung der Einnahmeverluste. Allenfalls den Sandparkplatz im Winklersgang könnte man aufgrund des Erhaltungszustandes aus der Bewirtschaftung nehmen.“ Langzeitvermietungen von Stellflächen auf den Parkplätzen Gieschenhagen, Winklersgang, Backofenwiese und B206 möchte die SPD auch nicht. Der Verkauf von Jahreskarten sei „ein hervorragendes Modell, welches eine optimale Bewirtschaftung der öffentlichen Flächen zulässt“, meint Wehrmann. „Langzeitvermietungen benachteiligen die Allgemeinheit zu Gunsten der Individualität.“

EC-Kartenzahlung und weitere E-Ladesäulen gelten als machbar

Lediglich für die Einführung der EC-Kartenzahlung an den Parkscheinautomaten und den FDP-Vorschlag einer Bad Segeberger Parkraum-App für Smartphones kann sich die SPD erwärmen. Auch das Aufstellen weiterer E-Ladesäulen sei denkbar; hier müsse die Stadt aber nicht alles allein finanzieren. Es sollen Partner wie der Energieversorger EWS ins Boot geholt werden.

Im Jahr 798 wehrten sich die Menschen im nordlichen Kreis Segeberg vergeblich gegen das Großmachtstreben des Frankenkönigs und der Slawen. Die Schlacht bei Suentana brach den Widerstand der heimischen Sachsen. Am Wochenende des 11. und 12. Mai wird sie im Erlebniswald Trappenkamp nachgestellt.

Detlef Dreessen 03.05.2019

Vier neue, bis zu 200 Meter Windkraftanlagen bei Weede könnten bald Realität werden. Die Firma Eurowind Energy GmbH hat Anträge auf Ausnahmegenehmigung beim Land gestellt. Die Pachtverträge mit den Grundeigentümern sind abgeschlossen.

03.05.2019

Der Disput um das künftige Trainingsgelände des MSC Kaltenkirchen geht in die nächste Runde. Sechs Personen der Bürgerinitiative gegen das Motorsportgelände haben gestern Vormittag um 11 Uhr eine 15-seitige Stellungnahme im Rathaus abgegeben

Sylvana Lublow 03.05.2019