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Segeberg Orientalische Nabelschau
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16:03 19.03.2017
Der SV Hagen organisierte im Dorfhaus einen orientalischen Abend mit Bauchtänzerinnen aus ganz Norddeutschland. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
Hagen

Knapp vier Stunden lang war das Dorf Hagen am vergangenen Sonnabend der Nabel der Welt. Zumindest wurde bei der vierten orientalischen Nacht so mancher Nabel zur Schau gestellt. 22 Tänze wurden in drei Tanzblöcken von 16 Amateurtanzgruppen, darunter sogar aus Berlin, aufgeführt.

Seit 17 Jahren tanzen in Hagen die „Töchter des Landes“, eine Gruppe von Frauen des SV Hagen im Alter von 30 bis 75 Jahren, die von Veronika Knott trainiert und betreut werden. Ihre Sparte: Orientalischer Tanz.

Die Tanzgruppe hat auch im diesem Jahr den orientalischen Abend organisiert, die letzte Veranstaltung gab es 2012. Dank liebevoller Dekoration war der Orient ins Dorfhaus Hagen eingezogen. Auch ein Basar und das Buffet kamen orientalisch daher, starker schwarzer Tee war eines der offerierten Getränke. Vor allem aber die farbenfrohen und glitzernden Kostüme der Tänzerinnen trugen zum Charme des Abends bei.

Durch das Programm führte Knotts Ehemann, Herbert Kummetz. Er hatte viele interessante Informationen zum orientalischen Tanz, im Volksmund auch Bauchtanz genannt, parat. Außerdem erklärte er auch den Mix aus sehr modernen Klängen, wie etwa Techno, mit Musik aus dem Mittelalter.

„Mutig aber toll“, bewertete eine Zuschauerin die Frauen, deren Figuren nicht immer dem knackig-schlanken Idealbild entsprachen. Trotzdem geizten sie beim Tanz nicht mit ihren Reizen, warum auch. „Die Schönheit liegt schließlich im Auge des Betrachters“, sagte eine andere Besucherin. Was zählte waren anmutige, harmonische Bewegungen, die sich dem mehr oder weniger hohen Tempo der Musik anpassten. „Toll, sicherlich alles sehr emanzipierte Frauen die hier auch ein wenig flirten“, sagte Stephanie von Moers aus Bad Bramstedt.

Angesteckt durch die orientalischen Tanzaufführungen, kamen in den Pausen Zuschauerinnen der Einladung von Veronika Knott nach, sich auch nach orientalischen Klängen zu bewegen, was allen viel Spaß zu machen schien.

„Toll, ich hatte nicht mit soviel Abwechslung zwischen Traditionellem und Moderne gerechnet“, sagte Dr. Gilbert Sickmann-Joucken aus Bad Bramstedt. „Gefällt mir sehr gut“, kommentierte Adelheid Frustmann, mit 83 Jahren eine der älteren Zuschauerinnen. „Exotisch, rhythmisch, tolle Kostüme, Lebensfreude, einfach toll“, fand ihre Nichte Imke Schlüter, die wie ihre Tante auch aus Bad Bramstedt kommt.

„Ich wollte tanzen, mein Mann nicht, deshalb bin ich zum Bauchtanz gekommen“, erzählte Monika Möller (62) aus Bad Bramstedt über Anfänge ihrer Leidenschaft zum orientalischen Tanz. Von Beginn an ist sie Mitglied bei den „Töchtern des Landes“: „Ein Leben ohne Tanz möchte ich mir nicht mehr vorstellen.“

Von Uwe Straehle-Pohl

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