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Segeberg Bodenpreise im Kreis Segeberg steigen
Lokales Segeberg Bodenpreise im Kreis Segeberg steigen
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16:10 08.08.2019
Von Nadine Materne
Baulandpreise steigen fast überall im Kreis Segeberg, das zeigen die neuen Bodenrichtwerte. In Trappenkamp etwa stieg der Quadratmeterpreis auf 100 Euro. Zwei Jahre zuvor waren es noch 30 Euro weniger. Quelle: Gerrit Sponholz
Kreis Segeberg

Das zeigen die sogenannten Bodenrichtwerte, die der Gutachterausschuss des Kreises aktuell veröffentlicht hat.

Über 400 Euro pro Quadratmeter

In Norderstedt steigen die Preise auf bis zu 420 Euro pro Quadratmeter Bauland für das Eigenheim. Rekord. Vor zwei Jahren wurde der Quadratmeterpreis in Segebergs größter Stadt noch zwischen 265 und 375 Euro gehandelt. Unter 300 Euro pro Quadratmeter ist hier inzwischen nichts mehr zu bekommen.

Das ergab die Auswertung von über 1000 Kaufverträgen für unbebaute Grundstücke aus 2017 und 2018 durch die Gutachter. Die Ergebnisse beziehen sich auf Bauland für Einfamilien- und Doppelhausbebauung, bezogen auf eine Grundstücksgröße von 600 Quadratmetern. 

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Wohl auch wegen der hohen Preise in Norderstedt stieg der Wert des Baulands im benachbarten Henstedt-Ulzburg um bis zu 50 Prozent. Kostete der Quadratmeter dort Ende 2016 noch 200 bis 250 Euro, lag dieser zuletzt bei 300 Euro. In Kaltenkirchen kletterte der Bodenpreis auf 265 Euro und ist damit 55 bis 65 Euro teurer als zwei Jahre zuvor.

Das ist auch in umliegenden Dörfern zu spüren. In Wakendorf II etwa stieg der Grundstückspreis um 45 auf 160 Euro, in Kayhude gar um 60 auf 200 Euro.

Bad Segeberg überholt Bad Bramstedt

Nördlicher entlang der A7, in Bad Bramstedt etwa, fällt die Preissteigerung moderater aus. Bis zu 200 Euro kostet hier der Quadratmeter, zwei Jahre zuvor waren es bis zu 190 Euro. In zahlreichen angrenzenden Gemeinden blieben die Preise stabil, etwa in Nützen (100 Euro), Lentföhrden (125) oder Weddelbrook (105).

Überholt wird Bad Bramstedt inzwischen von Bad Segeberg bei den Bodenpreisen. Kostete der Quadratmeter hier in den Jahren 2015/16 noch 115 bis 160 Euro, sind es inzwischen 150 bis 220 Euro. Bauland in der Kreisstadt ist knapp.

Das spüren die Umlandgemeinden, insbesondere Klein und Groß Rönnau. Um 60 Euro stieg der Quadratmeterpreis in Klein Rönnau auf 180 Euro im Auswertungszeitraum 2017/2018, in Groß Rönnau verteuerte sich Bauland um 20 auf 115 Euro.

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Auch in Wahlstedt wurde Bauland zuletzt deutlich teurer verkauft. Um 30 Euro stieg hier der Quadratmeterpreis auf 115 Euro. Im benachbarten Rickling mussten Käufer zehn Euro mehr zahlen: 75 Euro. Allerdings scheint dieser Wert schon nicht mehr aktuell zu sein. Denn die 41 Grundstücke im neuen Baugebiet in Rickling werden laut Bürgermeister Keno Jantzen nun bereits für 95 Euro der Quadratmeter verkauft. „Die ersten Verträge sind bereits geschlossen“, sagt Jantzen. Im September beginnen hier die Ersten zu bauen.

Preise werden teilweise schon jetzt überboten

Deutlich wird aus den Zahlen: Die Menschen zieht es in städtische Gebiete mit wichtiger Infrastruktur und in Orte mit guter Anbindung an die Städte. Dort steigen die Preise stärker als in ländlicheren Gegenden.

Entlang der A21 etwa. In Trappenkamp stieg der Baulandpreis um 30 Euro auf 100. Zwei Neubaugebiete waren binnen weniger Jahre ausverkauft, die letzten Grundstücke wurden laut Bürgermeister Harald Krille für 94 Euro der Quadratmeter verkauft. Weitere Neubauflächen für Einfamilienhäuser gebe es derzeit nicht.

Im benachbarten Bornhöved geben die Gutachter den Quadratmeterpreis mit 75 Euro an, ein plus von 10 Euro zur Auswertung 2016. Im Neubaugebiet Himmelsblick wurden die Grundstücke zuletzt aber auch schon für 100 Euro verkauft. Ein weiteres Baugebiet ist bereits in Planung.

Im Okstkreis ist es am günstigsten

In ländlicheren Gegenden, hauptsächlich im Ostkreis, stagnieren vielfach die Bodenpreise oder sind nach Auswertung der Gutachter nur leicht angestiegen. Hier gilt Bauland als am günstigsten im Kreis mit 40 Euro etwa in Tarbek, Damsdorf und Glasau. In Daldorf hat der Quadratmeter 50 Euro gekostet.

In einigen wenigen Orten ist der Quadratmeterpreis leicht gesunken: in Mönkloh und Neversdorf um fünf auf 85 und 90 Euro. In Fahrenkrug sank der Bodenpreis um 10 auf 90 Euro für den Quadratmeter.

Was sind Bodenrichtwerte?

Bodenrichtwerte werden alle zwei Jahre bekannt gegeben für baureifes, erschlossenes, unbebautes Land vom Gutachterausschuss. Sie sollen ein Richtwert sein, insbesondere in Zeiten steigender Grundstückspreise. Die Daten beziehen sich auf tatsächliche Grundstückskäufe. Die Richtwerte für Einfamilienhäuser beziehen sich auf Grundstücke mit einer Größe von 600 Quadratmetern, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen – nicht nur im Kreisgebiet, sondern auch für Grundstückspreise in den Kreisen Herzogtum-Lauenburg, Pinneberg und Stormarn. Auch dort sind die Bodenrichtwerte auf Grundstücke mit einer Größe von 600 Quadratmetern abgeleitet.

Die komplette Bodenrichtwertübersicht kann außerdem bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in der Außenstelle der Kreisverwaltung Segeberg, Jaguarring 16, in Bad Segeberg während der Dienstzeiten sowie im Internet unter www.segeberg.de eingesehen werden. Telefonische Auskünfte gibt es unter 04551/951-526 und -582. Schriftliche Bodenrichtwertauskünfte und die Abgabe von Bodenrichtwertübersichten sind gebührenpflichtig.

Hier können Sie die Daten als PDF herunterladen

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