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Segeberg Springt Asklepios-Konzern wieder ab?
Lokales Segeberg Springt Asklepios-Konzern wieder ab?
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10:55 16.09.2019
Von Einar Behn
Die Erschließungsarbeiten am Lostücker Weg haben erst im August begonnen. Eigentlich sollte Asklepios bereits an Juni das Zentrallager bauen können. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Auf einem zweieinhalb Hektar großen Grundstück im neuen Gewerbegebiet Süd plant der Hamburger Konzern ein Zentrallager für seine sämtlichen Kliniken zu bauen. Am jetzigen Standort in Hamburg gibt es keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Mit Ausnahme von Medikamenten soll in dem weitgehend automatisiertem Lager das gesamte medizinische Material des größten privaten Krankenhausbetreibers Deutschlands gelagert werden.

Untergrund zu weich

Doch der Koloss benötigt einen festen Untergrund und den gibt es auf dem bereits gekauften Gelände wohl nicht. Wegen des zu weichen moorigen Untergrundes lässt sich der Bau offenbar nicht so ohne weiteres realisieren. Will Asklepios vom Kaufvertrag zurücktreten? Verena Jeske wollte das nicht bestätigen: „Die Angelegenheit gehört eigentlich gar nicht in die Öffentlickheit. Ich habe Ende letzter Woche lediglich die Fraktionsvorsitzenden informiert und um Verschwiegenheit gebeten“. Bei Asklepios war am Wochenende kein Verantwortlicher zu erreichen. 

Zeitplan nicht eingehalten

Rechtlich könnte der Konzern eine Aufhebung des Kaufvertrages wohl durchsetzen, nicht alleine wegen des schlechten Baugrundes. Die Stadt hat den vertraglich zugesicherten Zeitplan nicht eingehalten. Den Kaufvertrag hatte noch Jeskes Vorgänger Hans-Jürgen Kütbach ausgehandelt und im Herbst letzten Jahres unterschrieben. Darin war festgelegt worden, dass der Bebauungsplan im Januar rechtskräftig wird, das Zentrallager ab Juni 2019 gebaut werden kann. Jeske sagte, das sei schon sehr mutig gewesen, denn der Zeitplan für einen neuen Bebauungsplan sei wegen der Mitwirkungsmöglichkeiten einer Vielzahl Beteiligter kaum zu kalkulieren. Tatsächlich ist aber nicht einmal die Erschließungsstraße fertig. Die Arbeiten sind erst im August angelaufen. 

Stadt hatte Bodenproben genommen

Jeske erklärte, die Stadtverwaltung habe, bevor sie die Wiesen am Lohstücker Weg kaufte, an mehreren Stellen Bodenproben untersuchen lassen. Sie hätten eine Bebaubarkeit des Geländes ergeben. Asklepios hat nun aber eigene Proben genommen und ist offenbar zu einem anderen Ergebnis gekommen. „Wir werden nach einer Lösung suchen“, sagte die Bürgermeisterin. Bauen ließe sich eigentlich auf jedem Grund, es sei nur eine Frage des Aufwands. Auf moorigem Untergrund sei es üblich, Pfähle in die Erde zu rammen, auf denen dann das Gebäude steht. Allerdings würden die Baukosten dadurch erheblich steigen. Denkbar sei auch, dem Unternehmen ein anderes Grundstück am Lohstücker Weg mit festerem Untergrund zur Verfügung zu stellen. 

Gewerbesteuer in Millionenhöhe

Wenn das Lager nicht gebaut wird, wäre das ein schwerer Schlag für die Stadt. Das Hochregallager soll von der „Asklepios Einkauf und Versorgung GmbH“ betrieben werden. Der Konzern hatte Gewerbesteuerzahlungen in Millionenhöhe versprochen. Bad Bramstedt hatte 2017 ein Gewerbesteueraufkommen von gerade einmal 4,7 Millionen Euro. Mit den Steuern von Askelpios ließe sich wohl so manches Haushaltsloch stopfen. Außerdem sollen 50 Arbeitsplätze in dem Lager geschaffen werden.

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