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Segeberg Hilfe beim Wiedereinstieg
Lokales Segeberg Hilfe beim Wiedereinstieg
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22:00 19.01.2017
Von Andrea Hartmann
Sie beraten Frauen, die wieder in einen Beruf einsteigen wollen (von links): Gisela Malasch, Jutta Geike und Silke Knuth. Quelle: Andrea Hartmann
Kreis Segeberg

Auch wenn die Gleichberechtigung der Frauen schon lange großes Thema in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ist, so sind Frauen doch immer noch benachteiligt gegenüber den Männern. Zum Beispiel, wenn sie sich mehr als ihre Partner neben dem Job auch oder ganz um Kindererziehung und Haushalt kümmern.

 Mit den gut 200 Erstberatungen und etwa gleich vielen Folgeberatungen in 2016 im Kreisgebiet sind die Vorgaben vom Land Schleswig-Holstein mehr als erfüllt. „Die Beratungsstellen erhalten Geld vom Land und von der EU. Dafür müssen wir ein Kontingent erfüllen“, erklärt Gisela Malasch. Die Kommunikationswissenschaftlerin ist mit Bankfachwirtin Silke Knuth und Bürokauffrau Jutta Geike zuständig für Beratungen in der Hauptstelle Bad Segeberg sowie in den Nebenstellen in Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Norderstedt, Bad Bramstedt und Trappenkamp. Eingegliedert in die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg haben die Frauen ihre Büros seit September in der Kurhausstraße 1 in Bad Segeberg, vorher in Gieschenhagen und Bahnhofstraße.

 Auch ihre Arbeitszeit gibt das Land vor: jeweils rund 20 Stunden pro Woche. Telefonisch nimmt Jutta Geike Anfragen an, kümmert sich um Termine und Wünsche und leitet die Frauen entweder an ihre Kolleginnen weiter oder übernimmt selbst eine Beratung. Oft rufen Frauen an, die sechs bis acht Jahre ohne Beruf waren. „Da geht es oft darum, Selbstvertrauen aufzubauen“, sagte Silke Knuth. Viele Frauen seien verunsichert: Ihre Kenntnisse seien vielleicht zu alt, sie glauben, ihre Arbeit „gar nicht mehr zu können“, keinen Platz mehr zu finden. Auch werden Frauen beraten, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, Teilzeitstellen oder Teilzeitausbildungen suchen oder von einem Minijob in Teil- oder Vollzeit wechseln wollen.

 Entweder zeigen die Beraterinnen Möglichkeiten auf, wieder einzusteigen. Oder es geht in eine ganz andere Richtung: „Vor allem für Akademikerinnen bietet sich immer wieder an, sich selbstständig zu machen“, sagt Geschäftsführerin und Juristin Maike Moser. Das kostet manchmal Zeit und Geduld: „Eine Ingenieurin hat dafür zwei Jahre gebraucht, es dann aber geschafft“, wie Moser berichtet. Den Anteil an Akademikerinnen, die sich beraten lassen, schätzt Gisela Malasch auf rund 20 Prozent.

 Wichtig ist, dass die Frauen selbst aktiv werden, denn die Beraterinnen müssen sich an Vorgaben vom Land halten. So dürfen sie keine Rechtsberatung vornehmen, in der Regel keine Frauen beraten, die Arbeitslosengeld beziehen – es sei denn, sie haben Kinder unter drei Jahren. Sie dürfen nicht bei Bewerbungen helfen, und nach der meist anderthalbstündigen Erstberatung gibt es außer einer Folgeberatung keine weiteren regelmäßigen Treffen. Ihre Arbeit wird geprüft von einem vom Land beauftragten Unternehmen, einem Evaluator: „Die Frauen, die sich beraten lassen, werden meist per Mail aufgefordert, darüber Auskunft zu geben, wie die Beratung abgelaufen ist oder ob sie erfolgreich war“, berichtet Jutta Geike.

 Einmal im Jahr werden die Beraterinnen landesweit zu Treffen mit dem Evaluator eingeladen. Dabei ergab sich, dass die Zufriedenheitsquote bei 85 Prozent lag, wie Gisela Malasch erzählt. Auch weiterführende Beratung können die drei Segebergerinnen anbieten, so zum Beispiel bei der Initiative „Perspektive Wiedereinstieg“ im Deutschen Hausfrauenbund, die unter anderem ein sechsmonatiges Coaching bei dem Wiedereinstieg in den Beruf anbietet (weitere Informationen: pwe@berufliche-bildung-dhb.de).

 Neben mehreren Informationsveranstaltungen möchte die Beratungsstelle 2017 einen weiteren Schwerpunkt setzen: geflüchteten Frauen beim Einstieg in eine Beschäftigung helfen. Dafür ist eine Kooperation mit der Kreis-Gleichstellungsbeauftragten Dagmar Höppner-Reher sowie mit Institutionen wie Diakonie, Schulen, Agentur für Arbeit und anderen gebildet worden.

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