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Segeberg Verärgerung über Verdi-Aussagen
Lokales Segeberg Verärgerung über Verdi-Aussagen
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19:45 15.03.2018
Von Nicole Scholmann
Foto: Die insolvente Parcelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg mit ihrem vielfältigen Angebot steht vor einer ungewissen Zukunft.
Die insolvente Parcelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg mit ihrem vielfältigen Angebot steht vor einer ungewissen Zukunft. Quelle: Nicole Scholmann
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Henstedt-Ulzburg

„Bis jetzt ist uns für den Standort Henstedt-Ulzburg kein Sanierungskonzept des Arbeitgebers bekannt“, teilt Imke Wriedt, zuständige Gewerkschaftssekretärin des Bezirks Südholstein, darin mit. Telefonisch seien die Betroffenen vor einer Woche darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass sie entweder gekündigt würden oder in eine Transfergesellschaft wechseln könnten. Darüber müssten sie laut Verdi innerhalb einer Woche entscheiden. Entgegen der Ankündigung des Arbeitgebers seien viele Jobs pflegerischen Bereich bedroht.

Anders als Verdi sehen die Sache Betriebsratsvorsitzende Gisela Bettin, ihre Stellvertreterin Lore Scheier, Verwaltungsdirektorin Anke Franzke, Pflegedienstleiterin Judith Schöll und der Bevollmächtige des Gläubigerausschusses, Dr. Reinhard Wichels. Im Gespräch mit der Segeberger Zeitung nehmen sie Stellung zu den Vorwürfen der Gewerkschaft. Es sind laut Franzke bis zum heutigen Tag zwar tatsächlich noch nicht wie angekündigt Kündigungen ausgesprochen worden, allerdings habe das zwei Gründe: Das Insolvenzverfahren sei am 1. März eröffnet worden – vorher hätten keine Kündigungen verschickt werden dürfen. Zum anderen seien die betroffenen 27 Mitarbeiter des Standortes Henstedt-Ulzburg am Dienstag und Mittwoch über die Möglichkeiten informiert worden, in eine Transfergesellschaft zu gehen, um sich dort fortzubilden und weiter zu qualifizieren. Tatsächlich müssen die Betroffenen sich bis Mittwoch, 21. März, entscheiden.

Betriebsratsvorsitzende Bettin ist sehr verärgert über Verdi. „Wir hatten am Mittwoch Mitgliederversammlung, und da wurden wir von Verdi aufgefordert, uns bloß woanders zu bewerben“, sagt Bettin. Die Klinik in Henstedt-Ulzburg habe keine Zukunft. „Wie kann man denn so etwas sagen?“ Die Transfergesellschaft sei ein guter Weg für die Betroffenen.

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