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Segeberg Erste Runde im Kampf um den Chefsessel
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09:47 23.01.2020
Von Nicole Scholmann
Als sich die Aula der Gemeinschaftsschule Rhen langsam füllte, trafen die vier Bewerber um das Bürgermeisteramt Sascha Klupp (links), Ulrike Schmidt (2. von links), Valentin Deck (2. von rechts) und Holger Diehr (rechts) mit Moderator Michael Zwicker (Mitte) zusammen. Quelle: Nicole Scholmann
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Henstedt-Ulzburg

Die Aula der Gemeinschaftsschule Rhen in Henstedt-Ulzburg war rappelvoll, die 230 Stühle hatten lange nicht gereicht, um jedem Besucher einen Platz zu bieten. Groß war das Interesse an den vier Bewerbern um die Nachfolge von Bürgermeister Stefan Bauer, der der Veranstaltung fern geblieben war. Bürgervorsteher Henry Danielski (CDU) begrüßte die Bürger und die vier Bewerber Valentin Deck und Sascha Klupp - beides freie Bewerber - sowie Ulrike Schmidt (unterstützt von der SPD) und Holger Diehr (CDU, FDP, BFB). Moderiert wurde der Abend souverän von Michael Zwicker aus Weddelbrook, der viele Jahre als Redakteur der Segeberger Zeitung tätig gewesen war.

Vorstellungsreden: zwischen locker und ernst

Bereits bei der Vorstellungsrede der Bewerber zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den vier Kontrahenten. Während der CDU/FDP/BFB-Kandidat Holger Diehr eher hemdsärmlig und betont locker über seinen Lebenslauf berichtete und auf in seinen Augen wichtige Themen Henstedt-Ulzburgs einging - seine Rede dauerte siebeneinhalb Minuten -, zeigte sich SPD-Kandidat Ulrike Schmidt sehr ernst und hochkonzentriert. Sie brauchte am längsten von allen vier: über 13 Minuten. Der ehemalige Fockbeker Bürgermeister Diehr und die OSZE-Verwaltungsleiterin Schmidt haben unbestritten die meiste Erfahrung mit Abläufen in einem Verwaltungsapparat.

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Zwei Bewerber ohne Verwaltungserfahrung

Die beiden freien Bewerber Valentin Deck (archäologischer Grabungsmitarbeiter) und Sascha Klupp (Optiker) - beide benötigten jeweils um die sieben Minuten - gaben zu, keine Verwaltungserfahrung vorweisen zu können. "Man wächst mit seinen Aufgaben", meinte Deck, der sich in dem Bereich fortbilden will. Ebenso locker sah das sein Mitstreiter Klupp. "Es ist an der Zeit, etwas in die Hand zu nehmen", nannte Klupp seine Motivation, Bürgermeister werden zu wollen.

Fragen aus dem Publikum

Fast zwei Stunden lang hatten die Bürger Gelegenheit, die Kandidaten auszufragen. Dies nutzten sie reichlich. Ein Thema kristallisierte sich dabei als das heraus, das den Bürgern am dringendsten am Herzen liegt: die Betreuung der Kinder, fehlende Kita- und Hortplätze in Henstedt-Ulzburg. Dass es für die Probleme der fehlenden Betreuungskräften keine schnelle Lösung geben könne, gaben alle Bewerber zu. Man müsse den Job des Erziehers attraktiver machen, meinte etwa Schmidt. Man brauche Zeit und Geduld beim Finden von Lösungen, erklärte Diehr.

Wer "brennt" am meisten für Henstedt-Ulzburg?

Gespannt warteten die Zuhörer auf die Antworten auf die Frage, wie sehr jeder Kandidat denn für Henstedt-Ulzburg "brenne". Sascha Klupp erklärte selbstbewusst: "Man sammelt nicht in zehn Tagen die nötigen 155 Unterschriften für die Bewerbung, wenn man nicht für die Sache brennt." Ulrike Schmidt betonte, dass sie sich nach 14 Jahren im Ausland sehr bewusst für den Bürgermeisterposten in Henstedt-Ulzburg beworben habe. Sie kündigte an, auch über die erste Amtszeit von acht Jahren hinaus Henstedt-Ulzburg treu zu bleiben. "Ich bin Henstedt-Ulzburger, meine Gemeinde liegt mir am Herzen", sagte Valentin Deck. Holger Diehr in seiner lockeren Art: "Ich habe Bock auf Henstedt-Ulzburg!"

Zwei weitere Vorstellungsrunden

Die vier Bewerber stellen sich noch zwei weitere Male den Fragen der Bürger. Am Donnerstag, 6. Februar, ab 19.30 Uhr in der Lütte School, Abschiedskoppel 6, und am Mittwoch, 19. Februar, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus, Beckersbergstraße 34.

Die Bürgermeisterwahl findet am 1. März von 8 bis 18 Uhr statt. Eine mögliche Stichwahl ist für den 22. März angesetzt.

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