Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Bienenstöcke komplett zerstört
Lokales Segeberg Bienenstöcke komplett zerstört
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:01 28.05.2018
Von Uwe Straehler-Pohl
In den drei zerstörten Bienenstöcken lebten 150000 Bienen, die nun eine neue Heimat finden müssen.
Anzeige
Wiemersdorf

Außer ein paar Bienen, die vergeblich ihr Heim anfliegen wollten, lagen in dem Rapsfeld nur noch Trümmer aus Holz und einer speziellen Glasplatte, auf dem die Stöcke gestanden hatten.

Damit wurde fast allen der rund 150.000 Bienen die Lebensgrundlage zerstört. Und das in einer Zeit, in der immer wieder auf das Bienensterben und die prekären Folgen aufmerksam gemacht wird.

Anzeige

„Dass der Fleiß der Bienen durch die Zerstörung der Bienenstöcke derart missachtet wird, macht mich sehr betroffen“, sagt Christian Semler, dem ist nicht so sehr um den finanziellen schaden geht, sondern um die Insekten: „Ich bin einfach beeindruckt von dem Fleiß und den Strukturen der Bienen.“

Der materielle Schaden beträgt mehr als 1000 Euro

Für sogenannte Spätheimkehrer, also Bienen die von einem weiter entfernten Flug zurückkehren, hat er Beuten aufgestellt, in denen sich bisher rund 6000 Bienen wieder angesammelt haben. Die Rahmen aus den Beuten bringt Semler zu den noch intakten Bienenstöcke. Dort fegt er die heimatlosen Bienen von den Rahmen. Diese integrieren sich wieder in die vorhandenen Bienenvölker. Semler schätzt seinen Schaden auf rund 1000 Euro. Hinzu kommen noch die neu zu beschaffenen Kästen und die geringere Ausbeute an Honig. „Pro Volk rechne ich mit rund 50 Kilogramm“, so der Hobbyimker.

Semler vermutet, dass dem Vandalismus eine Art Mutprobe von Teilnehmern einer Vatertags-Tour zu Grunde lag. Seine Stöcke stehen etwas weiter im Rapsfeld und sind und von der Straße aus nicht sichtbar.

Künftig könnten Wildkameras bei der Aufklärung helfen

Der Tierarzt hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Außerdem will Semler sich jetzt beraten lassen, inwieweit Wildkameras eine Lösung sein könnten, künftig bei derart bösen Überraschungen den Tätern schneller auf die Spur zu kommen. Zusätzlich möchte er auch andere Imker auf die Problematik aufmerksam machen.

Für Landwirt Hans-Hermann Schümann, auf dessen Feldern neben Christian Semler noch acht weitere Imker ihre Bienenstöcke aufgestellt haben, ist die Zerstörung unerklärlich und bisher auch einmalig. „Auch wir Landwirte haben ein Interesse an der Bestäubungsarbeit der Bienen. Deshalb unterstütze ich auch die Hobbyimker“, betont Schümann.

Segeberg Stadtfest Kaltenkirchen - Gute Laune "Rund um den Ochsen"
Ulrike Bundschuh 27.05.2018
Segeberg Media Point Kaltenkirchen - Digitaler Wandel im Blickpunkt
Lutz Timm 27.05.2018