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Segeberg Sogar die Erdkrümmung ist zu sehen
Lokales Segeberg Sogar die Erdkrümmung ist zu sehen
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06:01 01.10.2018
Von Sylvana Lublow
Wie aus dem Weltall: Die Erdkrümmung ist zu sehen. Da ist eines der Lieblingsbilder der drei Teilnehmer Fabian Krull (links), Fynn Hoffmann und Lehrer Daniel Broszio. Quelle: Sylvana Lublow
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Denn einen solchen hatten die Schüler Fabian Krull (14) und Fynn Hoffmann (15), Broszio sowie der ehemalige Marineflieger Bernd Albrecht am 4. September vom Gelände der Jürgen-Fuhlendorf-Schule (JFS) aus in die Lüfte steigen lassen. An dem Ballon mit zweieinhalb Metern Durchmesser und mit unreinem Helium gefüllt, hingen ein kleiner Fallschirm und darunter eine Box mit zwei Minicomputern der Marke Raspberry Pi. Programmiert wurden die Kleincomputer unter anderem von Fabian und Fynn unter Albrechts Anleitung. Der ehemalige Marineflieger und Pensionär leitete den Informatik-Kurs, der ins Enrichment–Programm des Gymnasiums, also zur Begabtenförderung, gehört.

Zwei kleine Computer hingen in einer Box unter dem Ballon

Der erste Rechner soll Daten über Position, Strecke und Höhe aufnehmen, im zweiten Mini-PC steckt eine Kamera mit acht Megapixel, die jede Sekunde, die der Wetterballon sich in der Luft befindet, ein Foto schießt. „Das ganze Projekt war wirklich so spannend, das hat mich total gefesselt“, sagt Lehrer Broszio, der etwas später zur Unterstützung der Wetterballongruppe dazugekommen ist. Nachdem alle nötigen Genehmigungen eingeholt und das passende Wetter für so eine Mission abgewartet wurde, ging es am 4. September wieder in die Luft mit dem weißen Ballon.

Bilder von hoch oben: Auch die Erdkrümmung ist zu erkennen

Fynn Hoffmann und sein Freund Fabian Krull  freuen sich über das Ergebnis: 22 000 Bilder sind Dank Wetterballon entstanden. „Etwa 8000 davon waren nicht verwackelt“, sagt Fynn. Bis auf 33 000 Meter Höhe stieg der Ballon. Und aus dieser Höhe entstanden auch die spektakulärsten Bilder. Auch wenn es sich bei dem Abstand zur Erde noch nicht um den Weltraum handelt, sehen die Bilder so aus. „Man erkennt die Erdkrümmung und den Mond, das ist schon beeindruckend“, sagt Daniel Broszio.

Einen Teil davon können die Schüler sich jetzt jeden Tag in der Aula auf einem Bildschirm ansehen.

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