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Segeberg Bleeck wird umgebaut für Tempo 20
Lokales Segeberg Bleeck wird umgebaut für Tempo 20
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13:05 07.02.2014
Von Einar Behn
Auf dem Bleeck wird Tempo 20 eingeführt.
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Bad Bramstedt

Die Stadtverwaltung hat die Endfassung des Planes für den Bad Bramstedter Marktplatz vorgelegt (er wird am Mittwoch auch als Beilage im nord express veröffentlicht), entworfen wurde er von der AC Planergruppe Itzehoe. Der Plan gilt für einen zunächst auf ein Jahr befristeten Versuch, der auf Vorschlag der Kreisverkehrsaufsicht läuft. Festgestellt werden soll, ob sich auf diese Weise der trotz Ortsumgehung immer noch starke Autoverkehr vom Marktplatz verdrängen lässt. Die Verkehrsschilder, Poller und Fahrbahnmarkierungen will die Stadt ab 8. Juli aufstellen oder aufmalen. Da es sich um einen Versuch handelt, bleiben die Ampeln stehen, werden aber abgeschaltet und zugehängt. Nur eine Ampel auf der Verkehrsinsel beim Rathaus soll abgebaut werden. Spätestens am Donnerstag, 18. Juli, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dann gelten die neuen Regeln. „Wir wollen die verkehrsärmere Ferienzeit als Eingewöhnungsphase nutzen“, erklärte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach die Terminwahl.

 Morgen soll die Baustelle eingerichtet werden. Am Montag, eventuell auch am Dienstag wird der Bleeck für den Autoverkehr voll gesperrt. Dann werden die vorhandenen und nicht mehr benötigten Fahrbahnmarkierungen abgefräst. Auch in den Folgetagen kann es immer mal wieder zu Sperrungen können, weil Fahrbahnbegrenzungen aufgedübelt werden. Von Montag bis Mittwoch, 15. bis 17. Juli, wird der Bleeck dann noch einmal voll gesperrt. Unter anderem werden dann die neuen Markierungen aufgebracht. Ab Donnerstag, 18. Juli, gilt dann die neue Regelung.

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 Die einzige dauerhafte Umgestaltung auf dem Bleeck ist der Bau einer neuen Zufahrt zum Parkplatz vor dem Kaisersaal in Höhe der heutigen Bushaltestelle. Dort wird der Bordstein abgesenkt und eine Überfahrt über den Bürgersteig geschaffen. Die Parkplatzzufahrt im Süden bleibt erhalten.

 Die größte Umstellung für die Autofahrer wird die Sperrung der Hamburger Straße im Süden des Marktplatzes sein. Autofahrer können dann nur noch vom Süden kommend zur Esso-Tankstelle und zum rückwärtigen Parkplatz der Raiffeisenbank gelangen, aber nicht mehr auf den Bleeck fahren. Das geht dann nur noch über den Umweg durch den Butendoor. Die Stadtverantwortlichen erhoffen sich dadurch, den Süd-Nord-Verkehr vom Marktplatz zu verdrängen. Er soll durch den Lohstücker Weg und die König-Christian-Straße fließen, besser noch auf die Ortsumgehung.

 Auf dem Bleeck wird es für Autofahrer zudem deutlich enger zugehen als zurzeit. Die einzige Abbiegespur bleibt in Richtung Glückstädter Straße erhalten. Ansonsten gibt es nur noch eine Spur pro Richtung. Die Verkehrsinsel in Höhe des Rathauses kann nur noch auf einer Seite umfahren werden. Die direkte Fahrspur zur Hamburger Straße entfällt. Dieser Bereich wird dem Veranstaltungs- und Parkplatz vor dem Kaisersaal zugeschlagen. Allerdings werden dafür keine Bordsteine versetzt und auch keine Pflastersteine verlegt. Es bleibt zunächst eine Asphaltfläche.

 Optisch wird der Marktplatz durch die Absperrungen und aufgedübelten Fahrbahnbegrenzungen alles andere als aufgewertet. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach weist aber darauf hin, dass es sich nur um einen Versuch handelt. „Auf Dauer können wir uns als Kurort einen Marktplatz, der an eine Autobahnbaustelle erinnert, nicht leisten.“ Wenn sich die Verkehrsführungen bewähren, sollte in den Folgejahren mit entsprechenden festen Umgestaltungen begonnen werden, sofern die Finanzlage das erlaube, meint Kütbach.