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Segeberg Konsequenz der Bombennacht im Mai 1945
Lokales Segeberg Konsequenz der Bombennacht im Mai 1945
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17:37 22.01.2019
Das Luftbild aus dem zweiten Weltkrieg, fotografiert von einem englischen Piloten, zeigt eine Vielzahl von Bombentrichtern in Heikendorf. Aufnahmen wie diese werden vom Kampfmittelräumdienst auf der Suche nach möglichen Blindgängern genutzt und existieren auch von Negernbötel - dürfen aus rechtlichen Gründen aber nicht veröffentlicht werden. Quelle: Volker Rebehn/Repro
Negernbötel

Bürgermeister Marco Timme ist zunächst völlig überrascht, als er davon hört, dass der Kampfmittelräumdienst Bauflächen im Dorf checken muss. „Über dem Dorf sollen nie Bomben abgeworfen worden sein“, habe er sich von Ur-Negernbötelern erzählen lassen. 

Bereits 1940 fielen in der Gegend die ersten Bomben

Auf die Bevölkerung sei tatsächlich nie eine Bombe geworfen worden, beteuert ein Zeitzeuge, der in der Zeitung nicht namentlich genannt werden möchte. Der heute 87-Jährige hat die Kriegszeit aber „sehr bewusst“ erlebt. „Schon 1940 wurden hier erste Bomben abgeworfen. Aber im Wald.“ Vor allem aber in den letzten beiden Kriegsjahren habe es Bombenabwürfe in der Nähe gegeben, erinnert sich der Mann. „Meist waren es Notabwürfe“, sagt er. Die Engländer wollten nach ihren Luftangriffen nicht mit scharfer Fracht nach Hause zurückkehren. Auch die Bahnlinie nach Neumünster - damals noch zweigleisig - sei Ziel gewesen.

An einen Bombenabwurf bei Negernbötel aber kann sich der Senior auch noch gut erinnern. „Es muss in den letzten Tagen vor Kriegsende im Mai gewesen sein.“ In den Wiesen an der Faulen Trave Richtung Groß Rönnau sei damals alles voller Bomben gewesen. Brandbomben und Phosphorbomben erinnert sich der Zeitzeuge. Als Kind habe auch er dort – wie viele andere damals auch – nach Überresten gesucht. Dass davon aber heute noch etwas relevant sein könnte für Bauvorhaben im Ort, kann er sich nicht vorstellen.

Acht Tonnen Bombenlast in Negernbötel abgeworfen

Nach Auskunft des Landeskriminalamts ist ein Ereignis vom 1. Mai 1945 verantwortlich für die verpflichtende Überprüfung des Bodens nach Kampfmitteln bei Tiefbauvorhaben in Negernbötel. „Es gibt Hinweise darauf, dass in der Nacht zum 1. Mai 1945 eine Bombenlast von acht Tonnen über dem Ort abgeworfen wurde“, berichtet Pressesprecher Uwe Keller auf Anfrage. „Entsprechend muss dort die Erde kontrolliert werden.“ Der Hintergrund des Angriffs sei aber unklar.

Um abzuklären, ob ein bestimmtes Gebiet betroffen sein könnte von dem damaligen Angriff, werden Luftbilder ausgewertet, die die Alliierten vor und nach ihren Angriffen aufgenommen haben. Sie seien für viel Geld aufgekauft worden, sagt Keller. Veröffentlicht werden dürften sie aber nicht.

Gutachten des Kampfmittelräumdienstes liegt vor

Im Fall des geplanten Neubaugebietes an der Kieler Straße in Negernbötel kann Bürgermeister Marco Timme inzwischen Entwarnung geben. Eine Nachfrage beim Amt habe ergeben: „Das Gutachten des Kampfmittelräumdienstes liegt schon vor.“ Für die Fläche gibt es keine Bedenken.

Von Nadine Materne

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