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Segeberg Wohnen und Gewerbe auf Kasernengelände
Lokales Segeberg Wohnen und Gewerbe auf Kasernengelände
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15:58 16.09.2019
Von Einar Behn
Bürgermeister Hartumut König und Carsten Tietje von Itzehoer Tietje-Gruppe unterzeichneten einen städtebaulichen Vertrag über die Erschließung von Teilen des Kasernengeländes. Quelle: Einar Behn
Boostedt

„Im April 2015 ist die letzte Bundeswehreinheit aus der Rantzau-Kaserne ausgezogen. Jetzt, nur vier Jahre weiter, ist die Unterzeichnung der Verträge eine stattliche Leistung und eine wichtige Etappe im Konversionsprozess“, findet Bürgermeister König. An der Konversion, der Umwandlung militärischen Geländes für zivile Nutzung, war die Berliner GKU-Standortentwicklungs GmbH behilflich, die die Kontakte knüpfte und die Verhandlungen führte. Die Gemeinde musste für das Gebiet an der Von-dem-Borne-Straße an die BImA, die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten, 300.000 Euro bezahlen. Das sei ein sehr günstiger Preis, so König.

Auch Mehrfamilienhäuser in Boostedt möglich

Auf dem 3,5 Hektar großen Gelände stehen bereits einige Mehrfamilienhäuser, aber auch noch ungenutzte Fahrzeughallen der Bundeswehr. Diese muss die Gemeinde nun auf eigene Rechnung abreißen. Anschließend soll dort Wohnbebauung entstehen. „In welcher Form wissen wir noch nicht“, so König. Neben Einfamilienhausbebauung seien durchaus auch mehrgeschossige Häuser denkbar. Die Gemeinde will Erschließung und Grundstücksverkauf selbst übernehmen. Der neue Kindergarten ist dort bereits fertig. 

Ein weitaus größeres Gebiet hat die Tietje-Gruppe aus Itzehoe von der BIMA gekauft: 19 Hektar. Über den Preis sei Schweigen vereinbart worden, sagte Geschäftsführer Carsten Tiedje. Er will dort einen Gewerbe- und Logistikpark bauen. „Die Lage ist günstig, Boostedt befindet sich in der Mitte Schleswig-Holsteins, nach Hamburg ist es nicht weit und die Autobahn ist in der Nähe.“ Außerdem erfolge die Zufahrt über die alte Panzerstraße zur Kreisstraße 111. „Der gesamte Verkehr des Gewerbeparks wird also nicht durch bewohntes Gebiet fahren“, so Tietje. 

Nur verträgliches Gewerbe in Boostedt?

Welche Art von Gewerbe sich dort ansiedeln wird, sei noch völlig offen. „Keine Sorge, einen Braunkohle-Tagebau wollen wir dort nicht“, so Tietje. Auch König betonte, dass nur Gewerbe mit verträglichen Emissionen zugelassen werden. Zum Teil ist das auch bereits im Vorentwurf des Bebauungsplanes festgeschrieben worden. Allerdings, so Tietje und König übereinstimmend, seien nicht nur Dienstleister erwünscht sondern durchaus auch produzierendes Gewerbe. In dem am Montag geschlossenen städtebaulichen Rahmenvertrag wurde unter anderem vereinbart, dass die Erschließung von der Tietje-Gruppe übernommen wird und sie auch die Kosten trägt. Nur ein kleiner Teil nörd-westlich des künftigen Gewerbeparks wird der Gemeinde kostenlos von der BImA zur Verfügung gestellt. Hier an der Neumünsterstraße soll das neue Feuerwehrhaus gebaut werden. 

Ende 2020 wird in Boostedt gebaut

Zunächst müssen nun Bebauungspläne aufgestellt werden, Mitte nächsten Jahres soll dann mit den Erschließungsarbeiten in der Waldsiedlung und auch im Gewerbepark begonnen werden. Ende 2020 könnte dann gebaut werden. 

Ein weiterer des insgesamt 89 Hektar ehemaligen Militärgeländes soll noch mindestens bis 2024 als Landesunterkunft für Flüchtlinge genutzt werden. Zurzeit leben dort rund 550 Migranten. Das Land nutzt auf dem Gelände zudem vier ehemalige Kasernen als Schule für Justizvollzugsbeamte. Das werde möglicherweise auch nach 2024 so bleiben. Was aber aus den anderen alten Kasernengebäuden wird, sei noch völlig offen. 

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