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Segeberg Neubau fürs Forschungszentrum
Lokales Segeberg Neubau fürs Forschungszentrum
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18:03 27.07.2018
Von Nicole Scholmann
Im Forschungszentrum Borstel investieren Bund und Land über 50 Millionen Euro für neue Gebäude, in denen die Forschung an Tuberkulose im Mittelpunkt steht. Quelle: Nicole Scholmann
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Sülfeld-Borstel

Auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstagabend stellten die Planerin Kerstin Langmaack (Büro BCS aus Lübeck) und der administrative Leiter des Zentrums, Jürgen Repp, die Pläne ausführlich vor.

Die Gemeinde hat gerade einen Bebauungsplan für das Gelände erarbeitet. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte sind die Unterlagen der vorhandenen Gebäude des Zentrums verschwunden oder unvollständig. Die vorhandenen Häuser haben Bestandsschutz – allerdings war ein Neubau ohne B-Plan nicht möglich. Gemeinde und Forschungszentrum haben den B-Plan 20 auf den Weg gebracht, sodass die Zukunft des Forschungszentrums gesichert sein soll.

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Hoher Sanierungsbedarf

„Es gibt ordentlich Sanierungsbedarf, es ist dort viel zu tun“, erläuterte die Stadtplanerin Langmaack die Situation am Forschungszentrum. Gerade die Wohnhäuser der vielen Studenten und Azubis seien nicht mehr zu retten gewesen. Diese Appartementhäuser sind bereits abgerissen und eine große Freifläche ist entstanden. Errichtet werden soll für 40 Millionen Euro ein neues so genanntes Leibniz Respiratorium Borstel (LRB) und für elf Millionen Euro ein neues Nationales Referenzzentrum für Mykobakterien (NRZ), beides mit zahlreichen Laboren, in der Tuberkulose und andere Lungenerkrankungen erforscht werden.

550 Mitarbeiter in der Klinik und der Forschung verdienen im Zentrum ihr Geld und sorgen dafür, dass Borstel laut des administrativen Leiters der Einrichtung, Jürgen Repp, im Bereich Tuberkulose weltweit ein Begriff ist. Sobald irgendwo auf einem Kontinent TBC ausbricht, werden die Borsteler Forscher informiert.

Klares Bekenntnis zu Borstel

Intensiv seien in der Vergangenheit mit Land und Bund über die Investitionen gesprochen worden, man habe überlegt, ob man am Standort bleibe. Repp und die weiteren Verantwortlichen haben sich klar für einen Erhalt im Sülfelder Ortsteil ausgesprochen. „Wir wollen in Borstel bleiben“, machte Repp deutlich. Es gehe um eine Standortsicherung für die kommenden 30 bis 50 Jahre.

Die Zeit sitzt den Verantwortlichen im Nacken, bis 2021 müssten die Pläne umgesetzt werden, denn die Geldgeber haben eine Zeitvorgabe gemacht.

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