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Segeberg Rewe-Gegner machen wieder mobil
Lokales Segeberg Rewe-Gegner machen wieder mobil
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16:15 21.03.2018
Von Nicole Scholmann
Die Gemeindevertretung Henstedt-Ulzburg hat grünes Licht zur Rewe-Ansiedlung gegeben, aber die Bürgerinitiative gegen das Projekt hat erneut protestiert. Quelle: REWE Group
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Henstedt-Ulzburg

Konkret geht es um die Ausgleichsflächen für die Rewe-Ansiedlung, und zwar Siebenstücken und Schattredder in Henstedt. Laut Benno Colmorgen, Sprecher der Bürgerinitiative Ortsentwicklung, habe die Gemeinde versäumt, deutlich zu machen, dass diese beiden Flächen nach dem Okay für den Satzungsbeschluss zum Geltungsbereich des B-Planes 146 gehörten. Damit sei den Anwohnern die Chance genommen worden, mögliche Bedenken zu äußern.

Colmorgen und seine Mitstreiter setzen auf den Faktor Zeit. Sie wollen, dass der B-Plan erneut ausgelegt werden muss und dadurch so viel Zeit ins Land geht, dass die Kommunalwahl mit - am Ende möglichen - neuen Mehrheiten gelaufen ist. Wie mehrfach berichtet, sprechen die Wählergemeinschaften WHU und Teile der BFB sich gegen die Ansiedlung im Gewerbegebiet aus und stehen an der Seiter der Bürgerinitiative.

Bürgermeister Stefan Bauer, der das Schreiben der Initiative am Mittwoch erhalten hat, weist darauf hin, dass es im öffentlichen Recht keine Mängelrüge gebe und der Hinweis somit ins Leere laufe. "Herr Colmorgen müsste den Klageweg beschreiten, um im Rahmen der Normenkontrollklage die Aufhebung und Wiederauslegung zu erreichen", sagte der Verwaltungschef auf Nachfrage der Segeberger Zeitung. Der Vorwurf entbehre jeglicher Grundlage, "da im Auslegungsverfahren eine hinreichende Verdeutlichung stattgefunden hat und somit ein Rechtsverstoß nicht erkennbar ist".

Ob die Bürgerinitiative den Klageweg beschreitet, gab Colmorgen nicht preis. Er warte zunächst auf eine Stellungnahme der Gemeinde, teilte er mit. Mit einem Bürgerentscheid war die Initiative Ende vergangenen Jahres gescheitert. Das Oberverwaltungsgericht hatte die Fragestellung als rechtswidrig angesehen.

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