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Segeberg Essen für 70 Feuerwehrleute zubereitet
Lokales Segeberg Essen für 70 Feuerwehrleute zubereitet
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08:05 09.03.2018
Von Klaus-Ulrich Tödter
Bürgermeister Hanno Krause (rechts) erhielt beim Kochen Unterstützung von Jäger Klaus Fock (links) und Bürgervorsteher Kurt Barkowsky. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Kaltenkirchen

 „Aber in meiner Freizeit und auf meine Kosten“, sagt Krause, der in seiner knappen Freizeit auch zu Hause gerne am Herd steht: „Aus der Stadtkasse wurde nichts gezahlt.“ Finanzielle Unterstützung und auch etwas Hilfe erfuhr er dann aber doch von Bürgervorsteher Kurt Barkowsky sowie von Unternehmer und Hobbyjäger Klaus Fock, die Krauses Idee sehr gut fanden.

Es gab Damwildkeule und Gulasch

Also wurde ein Termin ausgeguckt und ein Menüplan erstellt. Krause entschied sich für Damwildkeule mit Apfelrotkohl und Johannisbeergelee, Kartoffeln, sowie Rosenkohl mit brauner Butter. Und zusätzlich gab es noch Gulasch nach einem zypriotischen Rezept. Und das für rund 70 Personen, denn so viel Feuerwehrleute hatten sich zum Essen in der Feuerwache angemeldet. „Das war schon eine Herausforderung, die Logistik erfordert.“

Mit Fock hatte er schon rechtzeitig Kontakt aufgenommen, um auszuloten, ob der frisches Wild liefern könne. Er konnte. Fock schoss auf Oersdorfer Gebiet zwei Damhirsche und bereitete sie fachmännisch auf. 25 Kilo Damwildkeule landeten schließlich in den Kochtöpfen. Fock wollte dafür kein Geld haben, denn auch er schätzt die Feuerwehr sehr. „Das ist ein kleiner Beitrag von mir.“

In Kaltenkirchen allen Rotkohl aufgekauft

Das Besorgen der Zutaten übernahm Krause auch alleine, doch das stellte ihn vor Herausforderungen. „Es gab in Kaltenkirchen nicht mehr genug frischen Rotkohl, sodass ich nach Kisdorf ausweichen musste.“ Aber schließlich hatte er die notwendigen 15 Kilo doch beisammen. Dazu kamen noch 20 Kilo Rosenkohl und 30 Kilo Kartoffeln. Und 30 Liter Gulasch waren zudem noch im Topf. „Ich koche lieber immer etwas mehr als zu wenig“, sagt der Bürgermeister. 15 Stunden lang stand er insgesamt in der Küche. „Anstrengend war es schon“, gab er zu, „aber es hat auch großen Spaß gemacht.“

Feuerwehr lobte das Essen

Und seine Gerichte, die den Feuerwehrleuten von Bürgermeister, Bürgervorsteher und Fock dann auch serviert wurden, kamen sehr gut an. „Kochen kann unser Bürgermeister“, lobt der CDU-Fraktionsvorsitzende und Feuerwehrangehörige Hans-Jürgen Scheiwe: „Das hat prima geschmeckt.“ Das meinen auch die übrigen Wehrmitglieder, die von der außergewöhnlichen Aktion des Bürgermeisters begeistert sind. „Wenn es geschmeckt hat, ist das der größte Dank für den Koch“, meint Hanno Krause, der seinerseits seiner Frau Elke sowie Manfred Leuschner und Ute Storjohann von der Feuerwehr ein großes Dankeschön sagt. Sie hätten ihn beim Reinigen der Küche tatkräftig unterstützt. „Sonst hätte ich viel länger dort zubringen müssen“, sagt er.

Krause hatte übrigens so reichhaltig gekocht, dass einiges übrig blieb, das eingefroren wurde. Nun hat die Wehr die Möglichkeit, sich zum Beispiel nach einem Einsatz zu stärken.

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