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Segeberg Mehr Verkehr auf die Ortsumgehung
Lokales Segeberg Mehr Verkehr auf die Ortsumgehung
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08:00 20.09.2018
Von Einar Behn
Die Landesstraße 122 verläuft auf einer Brücke über die Bundesstraße 206. Eine Zufahrtsmöglichkeit gibt es nicht. Folge: Der Verkehr in Richtung A 7 rollt durch Fuhlendorf und Bad Bramstedt. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

 Baubeginn für die Ortsumgehung war 2007. Bereits im Vorwege hatte es Proteste aus Fuhlendorf gegeben, als die Sparmaßnahme des Landesbetriebes Straßenbau bekannt wurde. Befürchtet wurde nämlich, dass der Verkehr von der Landesstraße 122, die in Bad Bramstedt Schäferberg und nördlich davon Bramstedter Straße heißt, in Richtung Autobahn durch das Dorf fließen wird. So kam es offenbar auch. Jedenfalls hat Fuhlendorfs Bürgermeister Jürgen Schümann, der an der Hauptstraße wohnt und seinen Weihnachtsbaumbetrieb dort hat, eine deutliche Zunahme des Verkehrs registriert.

Die von Bad Bramstedt gewünschte Solidarisierung blieb damals allerdings zaghaft. Der große Nachbar schluckte lieber die Pläne des Straßenbauamtes. Neue Verhandlungen für eine Umplanung hätten Verzögerungen bedeutet und das wollten die Bad Bramstedter auf keinen Fall riskieren. Der Straßenbau war ohnehin schon ins Visier des Bundesrechnungshofes geraten.

Auch der Maienbeeck ist belastet

Nun allerdings gibt es bei Bad Bramstedts Bürgermeister ein Umdenken. Nicht nur Fuhlendorf leidet nämlich unter dem zusätzlichen Verkehr, er rollt auch durch Bad Bramstedt, vor allem durch den Maienbeeck. Und an der am Schäferberg gelegenen Gemeinschaftsschule Auenland gefährde der Verkehr die Schüler, so Kütbach.

 Nachdem nach der Kommunalwahl im Mai die neuen Gemeindevertretungen zusammengetreten waren, wandte sich Kütbach an seine ehrenamtlichen Amtskollegen Jürgen Schümann, Maren Horstmann (Armstedt) und Clemens Preine (Brokstedt). „Die ließen sich nicht lange bitten“, erinnert sich Kütbach. Gemeinsam machte sich das Bürgermeister-Quartett auf die Suche nach Bündnispartnern, damit die fehlende Straßenauffahrt baldmöglichst nachgebessert wird. Kütbach: „Mal abgesehen von den Finanzen können nur Bund und Land helfen, da sich hier eine Landes- mit einer Bundesstraße trifft. Eine Kontaktaufnahme zu den beiden im Wahlkreis gewählten Abgeordneten lag daher nahe.“ Beim Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich und dem Landtagsabgeordneten Ole Plambeck (beide CDU) stießen die Bürgermeister auf offene Ohren. In Kürze werde bei einem Ortstermin eine gemeinsame Strategie besprochen, kündigte Kütbach an.

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