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Segeberg Wahlkreis bleibt, wie er ist
Lokales Segeberg Wahlkreis bleibt, wie er ist
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07:00 23.03.2016
Von Gerrit Sponholz
Franz Thönnes (SPD) aus Ammersbek im Kreis Stormarn sitzt seit 1994 für den Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte im Bundestag. Er hatte sich für den Verbleib des Amtes Bornhöved im Wahlkreis eingesetzt. Quelle: Archiv
Kreis Segeberg

Den Wahlreis zu beschneiden hatten die Experten einer Kommission dem Bundestag vorgeschlagen, der über die Wahlkreiseinteilung letztlich entscheidet.

 Der Grund: Im Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte leben über 19 Prozent mehr Menschen als im Durchschnitt aller Wahlkreise. Deshalb sollte das Amt Bornhöved inklusive Trappenkamp dem Wahlkreis Plön/Neumünster/Segeberg-Nord zugeschlagen werden.

 Im Plöner Wahlkreis leben 16 Prozent weniger Menschen als im Durchschnitt. Durch den Wechsel der 11000 Bürger aus dem Amt Bornhöved würde das Ungleichgewicht gemindert: auf plus 15 Prozent im Segeberger Wahlkreis und minus 12 Prozent im Plöner Wahlkreis.

 Als die Pläne 2014 bekannt wurden, war vor allem Trappenkamps Bürgermeister Harald Krille (SPD) dagegen Sturm gelaufen. Seine Gemeinde und das Umland seien nach Bad Segeberg orientiert, hatte er argumentiert. Zu den Abgeordneten Thönnes und Storjohann gebe es enge Kontakte.

 Thönnes stimmte Krille in der Kritik zu. Bevölkerung, Wirtschaft, Kultur und Politik im Bornhöveder Raum seien nach Segeberg orientiert.

 Rechtlich ist die Lage klar geregelt. Bei Abweichungen ab plus oder minus 15 Prozent vom Einwohnerschnitt kann, ab 25 Prozent muss der Wahlkreis neu geschnitten werden. Der Hintergedanke: Jede abgegebene Wählerstimme in Deutschland soll etwa das gleiche Gewicht haben.

 Die Große Koalition von CDU, CSU und SPD im Bund hat sich jetzt auf die Seite der Kritiker wie Thönnes und Krille geschlagen. In der jüngsten Vorlage für die Beratungen im Bundestag, der das letzte Wort hat, ist von einem Neuzuschnitt nicht mehr die Rede.

 Damit wird der Rat der Wahlkreiskommission in den Wind geschlagen. Wie eine Mitarbeiterin der Segeberger Zeitung bestätigt, habe die Kommission ihren Vorschlag nicht verändert. Die Politik dürfe ihn aber ignorieren.

 Der SPD-Politiker Thönnes ist froh über die Vorentscheidung: „Es müssen auch die vor Ort gelebten Strukturen berücksichtigt werden.“ Bürger und Wirtschaft seien eng mit dem Kreis Segeberg verbunden. „Das dies anerkannt wurde, freut mich sehr.“

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