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Segeberg Teure Strafe für dreiste Autofahrerin
Lokales Segeberg Teure Strafe für dreiste Autofahrerin
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09:57 26.04.2019
Von Michael Stamp
Die Polizei brummte der Frau eine saftige Strafe auf.  Quelle: Juliane Häckermann (Symbolfoto)
Bad Segeberg

Was war geschehen? Eine Bad Segebergerin war, wie die Feuerwehr jetzt berichtet, am Ostersonntag in ihrer Wohnung am Eichberg gestürzt. Sie kam nicht mehr von selbst auf die Beine und benötigte ärztliche Hilfe. Weil sie nicht dazu in der Lage war, die Wohnungstür selbst zu öffnen, musste die Freiwillige Feuerwehr her. Die Brandschützer knacken auf Wunsch der Rettungskräfte die Eingangstür. Bei solchen Gelegenheiten wird routinemäßig die Polizei hinzu alarmiert, falls Unterstützung durch die Gesetzeshüter notwendig werden sollte. 

Auflauf der Rettungskräfte vor dem Wohnhaus

Gegen 12 Uhr herrschte an der Straße An der Trave ein gewisser Auflauf an Rettungskräften, denn von dort sind die Wohnungen am besten zugänglich. Rettungswagen und Feuerwehr waren samt zuckenden Blaulichtern von Ort. 

Autofahrerin hielt neben Verkehrsinsel und zückte das Handy

Das fand eine Autofahrerin offenbar besonders spannend, wie Wehrführer Mark Zielinski schildert. Die Frau habe ihren Wagen gestoppt, das Handy herausgeholt und mit dem Aufnehmen begonnen. Das Fahrzeug stand ausgerechnet in Höhe der Verkehrsinsel an der Einfahrt zum Gemeindezentrum Glindenberg. Somit blockierte der Wagen die komplette Fahrspur in Richtung Ihlsee. 

Streifenwagen wurde auf der Anfahrt zum Einsatzort gestört

Dummerweise erschien genau in diesem Moment von hinten ein Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn. "Die Polizei musste auf die Gegenfahrbahn ausweichen", berichtet Zielinski. Beim Passieren des stehenden Fahrzeugs bemerkten die Beamten, dass die Fahrerin gerade als Handy-Kamerafrau tätig war – und das bei laufendem Motor. Das ist eine ausgewachsene Ordnungswidrigkeit. Allein dafür wurden nach Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung 100 Euro plus ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg fällig.

Insgesamt 340 Euro an Bußgeld plus drei Punkte plus ein Monat Fahrverbot

Weil die Frau auch noch ein mit Sonderrechten fahrendes Einsatzfahrzeug behindert hat, wird sie für diese erneute Ordnungswidrigkeit mit Verweis auf Paragraf 38 der StVO mit weiteren 240 Euro zur Kasse gebeten. Die Flensburger notieren zudem weitere zwei Punkte für die Dame. Außerdem kann sie sich verstärkt dem Rad- und Busfahren widmen oder längere Spaziergänge einlegen, denn sie erhält ein vierwöchiges Fahrverbot

Wehrführer Zielinski begrüßte das konsequente Durchgreifen der Polizei und hofft auf einen Lerneffekt bei der Autofahrerin aufgrund der schmerzhaften Bußgeldhöhe. "Nach diesem Osterfest gibt’s vermutlich nichts zu Weihnachten."

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