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Segeberg CDU: Verwaltung wird schlecht geführt
Lokales Segeberg CDU: Verwaltung wird schlecht geführt
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15:56 26.10.2008
Kaltenkirchen

Am Freitagabend traf sich die CDU zur ersten Mitgliederversammlung nach der Kommunalwahl im Mai. Das Ergebnis der Wahl sei nicht zufriedenstellend, sagte Jordt, da die absolute Mehrheit verloren wurde. Aber die CDU sei noch stärkste politische Kraft in der Stadt geblieben. Der Bundestrend gehe ohnehin weg von den großen zu den kleinen Parteien oder Wählergemeinschaften. Da bei der Kommunalwahl in Kaltenkirchen keine Wählergruppierung angetreten sei, konnte die FDP so großen Zuwachs erreichen, vermutet der CDU-Ortsvorsitzende, der dann das Thema Sünwoldt ansprach.

Der Bürgermeister hatte am Donnerstag zu Hause einen anonymen Brief erhalten. Er enthielt die ausgeschnittene Überschrift ("Wieder war es ein Taliban") und Unterzeile ("Zwei deutsche Soldaten und fünf Kinder durch Selbstmordanschlag im Norden Afghanistans getötet") eines Zeitungsartikels. Neben einem Pfeil zum Wort Taliban steht handschriftlich auf dem Ausschnitt: "Es waren Ihre Brüder u Schwestern".

"Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang", sagte Jordt: "Wir haben leider immer wieder Probleme mit dem Bürgermeister. Aber wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit davon, so miteinander umzugehen, wie es mit dem Brief geschehen ist."

Auch Barkowsky ging auf Sünwoldt ein. Er bedauerte, dass die Verwaltung mit dem derzeitigen Bürgermeister eine so schwache und schlechte Führung habe. "Das ist für das Außenbild Kaltenkirchens nicht gut."

Der CDU-Fraktionschef unterstrich deutlich, dass seine Partei nichts gegen die Person Stefan Sünwoldt habe. Aber als Bürgermeister arbeite er die an die Verwaltung gestellten Aufgaben leider nicht ordentlich ab.

Und dann befasste sich der CDU-Politiker mit einem örtlichen Wochenblatt. Dort sei ein freier Mitarbeiter tätig, der gleichzeitig Pressesprecher der Kaltenkirchener SPD sei. Barkowsky meinte damit den Sozialdemokraten René Marquardt, ohne dessen Namen zu nennen. Der würde dann über hochpolitische Kaltenkirchener Themen schreiben - aber leider nicht sachlich, sondern höchst parteiisch. Das habe mit vernüftiger Bericherstattung leider nichts zu tun, so der CDU-Fraktionschef.

Barkowsky zeigte sich in seinem Vortrag aber auch sehr selbstkritisch. "Bei der Bahnhofsbebauung sind wir zu gutgläubig vorgegangen. Wir haben geglaubt, was Investor und Fachleute uns gesagt haben. Das war ein Fehler." So habe man nie damit gerechnet, dass am Bahnhof fast nur noch zweigeschossig gebaut werden soll. "Was uns jetzt städtebaulich präsentiert wird, passt einfach nicht. Versprochen wurde uns etwas anderes", bedauerte Barkowsky. Ende des Jahres werde aber endlich Klarheit herrschen, wie es am Bahnhof weitergehe.

Auch auf die künftige Schullandschaft ging Barkowsky ein. Der SPD riet er, "wieder zur Besinnung zu kommen" und die bestehende Beschlüsse zu akzeptieren, die zwei Regionalschulen und eine Gemeinschaftsschule vorsehe. Die SPD möchte dagegen zwei Gemeinschaftsschulen und nur eine Regionalschule. "Wir werden doch künftig in der Stadt alle Schulformen anbieten", sagte der CDU-Politiker. Und die Gemeinschaftsschule werde eine sehr große sein. "Man sollte doch erst einmal abwarten, wie sich das System bewährt."

Cannabis, im Volksmund auch Hasch genannt, ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Rund 600000 Menschen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren gelten nach Schätzungen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, als abhängig.

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