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Segeberg CDU pocht im Juz auf Barrierefreiheit
Lokales Segeberg CDU pocht im Juz auf Barrierefreiheit
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12:36 10.08.2019
Von Einar Behn
Das Jugendzentrum am Bleeck ist in einem früheren Blumengeschäft mit oberer Wohnung untergebracht. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Das Jugendzentrum am Bleeck ist in einem ehemaligen Blumengeschäft untergebracht. Nach oben, in die früheren Wohnräume, führt eine Treppe. Rollstuhlfahrer haben dort keine Chance. Das Café, das für 400.>000 Euro als ebenerdiger Anbau errichtet erden soll, ändert daran nichts. Oben befinden sich attraktive Einrichtungen, beispielsweise ein Tonstudio. 

Um das Café hatte es lange Diskussionen gegeben. Vor allem Bürgermeisterin Jeske hatte sich vehement dafür eingesetzt, weil Bad Bramstedt ihrer Meinung nach den Jugendlichen zu wenig zu bieten habe. CDU und FDP zeigten sich anfangs skeptisch, stimmten dann aber doch zu.

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Die Barrierefreiheit war bei den Beratungen nie ein Thema. In der jüngsten Bauausschusssitzung sprach CDU-Fraktionschef Brumm überraschend den Missstand an. „Das Jugendzentrum ist ein öffentliches Gebäude und hat als solches barrierefrei zu sein“, sagte er. Das schreibe die Landesbauordnung vor. Der Segeberger Zeitung sagte Brumm, er habe schriftlich die Stadtverwaltung gebeten, aufzuzeigen, wie in der Einrichtung eine Barrierefreiheit erreicht werden könne, bisher aber keine Antwort erhalten. Jeske ist im Urlaub. Bis zur nächsten Sitzung erwarte er eine Antwort. „Wenn wir das Jugendzentrum schon anfassen, dann müssen wir uns auch über die Barrierefreiheit Gedanken machen. Dazu sind wir nicht nur gesetzlich, sondern auch moralisch verpflichtet“, meint der CDU-Kommunalpolitiker.

Das würde aber bedeuten, dass die fürs Café veranschlagten 400.000 Euro nicht ausreichen. Das Geld sollte noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden, was nur durch einen Zuschuss der Aktivregion Holsteiner Auenland, der Zurückstellung der Neugestaltung der Schlosswiese und einer Spende möglich wurde. Wird es teurer, sind die Ausgaben durch den Haushalt nicht mehr gedeckt. Die Stadt müsste entweder ihre Verschuldung erhöhen oder das Projekt ins nächste Haushaltsjahr schieben. „Ich sehe darin kein Problem, den Bau auf 2020 zu verschieben“, sagt Brumm

09.08.2019
Einar Behn 09.08.2019
Gerrit Sponholz 09.08.2019