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Segeberg Knappe Mehrheit für das Juz-Café
Lokales Segeberg Knappe Mehrheit für das Juz-Café
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22:00 26.06.2019
Von Einar Behn
Hier auf der Rückseite des Jugendzentrums soll das Café angebaut werden. Für Juz-Leiterin Christine Daue (links), hier mit der Honorar-Kraft Paula Gülker, geht damit ein alter Wunsch in Erfüllung.  Quelle: Sylvana Lublow
Bad Bramstedt

Anja Schuppe (FDP) begründete den Sperr-Antrag: Es seien diverse Fragen im Sozialausschuss nicht ausreichend beantwortet worden, beispielsweise, wie das Café bewirtschaftet werden soll und welche Hygienevorschriften zu beachten seien.

Auch Burkhard Müller (CDU) sprach sich für den Sperrvermerk aus, um den Anbau noch eingehender prüfen zu können. Auch er betonte, nicht gegen den Anbau zu sein. „Mein Herz sprudelt über für das Juz“, versicherte Müller

Doch SPD und Grüne sahen keinen Klärungsbedarf. Das neue Café ersetze ja nur das vorhandene im vorderen Bereich, das zu klein sei, sagte Dr. Manfred Spies (SPD). „Die Bewirtschaftung bleibt wie sie ist“, so der Sozialausschussvorsitzende und auch die Hygienevorschriften würden ja jetzt schon eingehalten. 

Bürgermeisterin Jeske plädiert für das Café

Auch Bürgermeisterin Verena Jeske schaltete sich in die Diskussion ein. Das Jugendzentrum werde schon seit Jahren vertröstet. „Andere Städte bieten den Jugendlichen viel mehr. Es geht darum, sich für das Jugendzentrum auszusprechen. Ein Sperrvermerk wäre kein gutes Signal nach draußen“, so Jeske. Das allerdings empfand FDP-Stadtverordnete Schuppe als „Sozialromantik, die wir beiseite lassen sollten“. 

Ein Sperrvermerk hätte bedeutet, dass nicht gebaut werden kann, solange das Geld nicht von der Stadtverordnetenversammlung freigegeben wird. Dazu kommt es nun aber nicht.

SPD und Grüne stimmten mit zwölf Stadtverordneten gegen die Sperrung. Elf Stadtverordnete stimmten dafür. Die CDU war an diesem Abend nicht vollzählig und bei der FDP enthielt sich Beate Albert der Stimme. 

7800 Euro Miete für Feuertreppe

Nun kann es in die konkreten Planungen gehen. Angebaut wird nicht nur ein Café sondern auch ein zweiter Fluchtweg für die oberen Stockwerke. Der wird zurzeit durch eine gemietete provisorische Fluchttreppe gewährleistet. Jährliche Kosten: 7800 Euro. 

Der städtische Haushalt wird durch den Anbau mit rund 300.000 Euro belastet. Weitere 100.000 Euro steuert die Aktivregion Holsteiner Auenland aus EU-Geldern bei und für die Innenausstattung gibt es bereits eine Spendenzusage. 

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