Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Charly "Caputnic" ist gestorben
Lokales Segeberg Charly "Caputnic" ist gestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
11:05 11.03.2020
Von Nicole Scholmann
Charly "Caputnic" Gottschalk (rechts) mit Uwe "Vossi Bär" Voss. Quelle: Privat
Anzeige
Nahe

Christel Gottschalk, die Witwe von Charly "Caputnic"  blickt mit Dankbarkeit auf die tolle Zeit in der Unterhaltungsbranche zurück. Sie war selbst Teil des Teams, hat sich um Technik und um das Marketing gekümmert. "Mein Mann war wie kein anderer", sagt Christel Gottschalk. Gerade weil er seinen eigenen Kopf gehabt habe, sei es für ihn schwierig gewesen, als er vor elf Jahren die Diagnose Krebs bekommen habe. Letztlich kamen andere Krankheiten dazu. Am 25. Februar war "die Show zu Ende, der Applaus ist verklungen", wie die Witwe es in der Traueranzeige beschrieb.

Partyteam in den 1980er Jahren

Charly "Caputnics" langjähriger Partner Uwe Voss lernte den Verstorbenen am 4. Mai 1980 kennen, als Gottschalk ihn als Discjockey buchte. "Die Veranstaltung lief so erfolgreich, dass aus dieser einmaligen Buchung eine jahrelange freundschaftliche Partnerschaft wurde. Charly war mein Bühnenpartner und Manager", sagt Voss. Seine Erfahrungen habe Gottschalk mit zahlreichen Schlagersängern wie Bernd Spier, Peter Petrel und anderen gesammelt. Mit Peter Petrel beispielsweise hat Gottschalk ein Album zu "Eine Stadt spielt Karl May" in Bad Segeberg produziert. Daran erinnert die Witwe sich gut.

Anzeige

Auch einige NDR-Discjockeys standen bei Charly "Caputnic" unter Vertrag. "John Law und seiner Star-Club-Band aus Schottland blieb mein Freund Charly bis zu seinem Lebensabend in Freundschaft verbunden", erklärt Voss.

Unterwegs in ganz Norddeutschland

"Wir wurden bald als Disco Duo ,Vossi Bär und Charly Caputnic' eine Zugnummer von der Küste bis in den Harz. Wir waren als Entertainer mit Vinyl-Schallplatten die Vorläufer für die erst Jahre später boomenden Comedy-Shows", ist Uwe Voss sich sicher. Bereits bevor die Türen der Großraumdiscos am Wochenende geöffnet wurden, hatten sich lange Schlangen gebildet, erinnert Voss sich. "Bei der Eröffnung vom Mic Mac Kaltenkirchen gab es einen Stau auf der einige Kilometer entfernten Autobahn. Das gleiche Bild herrschte vor den Festzelten." Ihr Zwei-Stunden-Programm mit Que Sera mi Vida, YMCA, und "Wo sind die Hände" war laut Voss "Party pur".

"Unser Zuhause war, wo Christel die ,Action Disco' aufgebaut hatte, wie im Mic Mac Moisburg, Mic Mac Kaltenkirchen, Bambu Neustadt, Galactica Lüneburg, Ziegelei Groß Weeden, GoGo Club Bad Segeberg und bei diversen Stadtfesten und Zeltfesten", sagt Uwe Voss

Betriebsfeste organisiert

Nach der Hochzeit der Feten kamen die Betriebsfeste, die von dem Ehepaar Gottschalk im Auftrag organisiert wurden. "Das war die tollste Zeit", schwelgt Christel Gottschalk in Erinnerungen.

Seit gut 36 Jahren lebten die beiden Hamburger in Nahe. Christel Gottschalk wird dort auch weiterhin wohnen. "Hier habe ich meine Freunde", betont die Witwe.

Letzte Ruhe im Friedwald

Charly "Caputnic" Gottschalk wird im Friedwald Kisdorf seine letzte Ruhe finden. Abschied genommen wird im kleinen Kreis.

Mehr Nachrichten aus dem Kreis Segeberg lesen Sie hier.

Da war es wohl nur noch einer: Zur Landratswahl am Donnerstag, 12. März, ab 18 Uhr im Kreishaus in Bad Segeberg wird ganz sicher nur Amtsinhaber Jan Peter Schröder (parteilos) antreten. Der letzte ernsthafte Mitbewerber, der gebürtige Bayer Volkmar Bauer, wirft hin und spart nicht mit Kritik.

Gerrit Sponholz 10.03.2020

Viele Straßen in Bad Segeberg sind sanierungsbedürftig. Doch der Ausbau stockt wegen der Diskussion um teure Ausbaubeiträge. Nun schlägt die Verwaltung vor, den Höchstsatz von 85 auf 65 Prozent der Kosten zu senken. Doch es gibt Kritik.

Nadine Materne 10.03.2020

Der Investor Michael Demandt und die Grundstücksgesellschaft Manke wollen am Schäferkampsweg in Henstedt-Ulzburg ein neues Wohnquartier errichten - mit über 50 Prozent öffentlich gefördertem Wohnungsbau. Im Bauausschuss wurde kontrovers diskutiert.

Nicole Scholmann 10.03.2020