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Segeberg Chöre begeistern in der Kirche
Lokales Segeberg Chöre begeistern in der Kirche
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18:07 17.12.2018
Zwei Chöre und die Streicher des Sinfonieorchesters Segeberg brachten eine besondere Stimmung in die Marienkirche. Quelle: Dierk E. Seeburg
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Bad Segeberg

Erwartungsvoll knisternde Spannung herrschte vor dem Auftakt zum gemeinsamen Weihnachtskonzert des Segeberger Kammerchores und des Chores „Trubadix“, begleitet von der Streichergruppe des Segeberger Sinfonieorchester unter Leitung von Andreas Johannes Maurer-Büntjen, in der Marienkirche. Denn das Publikum im nahezu vollbesetzten Kirchenschiff hatte sich vom angekündigten Programm mit weihnachtlichen Liedern aus England und der abschließenden „Missa Sunrise“ des norwegischen Komponisten Ola Gjeilo offenbar besondere musikalische Genüsse versprochen. Und die mehreren Hundert Gästen aller Altersstufen wurden nicht enttäuscht, sondern erlebten fast 80 Minuten lang hochkarätige und nuancenreiche Interpretationen mit Klängen aus anderen Ländern und Kulturen.

Immer wieder gab es Applaus

Das dankten die Besucher nicht nur mit wiederholtem Zwischenapplaus, sondern applaudierten den sämtlich in Schwarz aufgetretenen Mitwirkenden zum guten Schluss stehend. Und nicht nur das: Nach freiem Eintritt zum Konzert spendeten sie am Kirchenausgang noch reichlich Bares: In den beiden dargereichten Sammelkörbchen knisterte es fortlaufend, denn Euro-Schein kam zu Euro-Schein. Darüber konnte sich der Segeberger Kreiskantor und Kirchenmusiker Maurer-Büntjen ebenso freuen wie Chorleiterin Dr. Anke Rosbach von „Trubadix“. Denn die reichlichen Gaben sollen der Arbeit beider tretenden Chöre zugute kommen.

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Besucher zeigten sich spendabel

In der ersten Dreiviertelstunde setzte sich der Gemischte Chor „Trubadix“ mit 26 Stimmen eindrucksvoll in Szene mit hierzulande dem Publikum weitgehend unbekannten weihnachtlichen Liedern aus England, angefangen von der traditionellen Komposition „What Child is this“ nach einem Arrangement von Peter Hammersteen. Es folgten, teilweise mit Begleitung durch die Chorleiterin am Flügel, in filigraner Interpretation ausgesuchte Werke der britischen Komponisten Peter Gritton, John Rutter Arthur Seymor Sullivan, Howard Blake, Noel Regney und Gloria Shayne, Noddy Holder und James Lea sowie von Pererik Moraeus. 

Zum Abschluss ihres Chor-Parts gelang es der musikalischen Leiterin Rosbach noch, die Konzertbesucher aktiv einzubinden mit dem gemeinsamen Singen des bekannten englischen Weihnachtsliedes „We wish you a merry christmas“, ehe der Chor Platz machte für den Auftritt der 23 Sängerinnen und Sänger des Kammerchores. Sie wurden instrumental unterstützt von 19 männlichen und weiblichen Mitgliedern des Streicher-Ensembles im Segeberger Sinfonieorchester

Gemeinsam intoniert wurde die Einstudierung der mit vielen Facetten komponierten „Sunrise mass“, einer zeitgenössischen symphonischen Messe für Chor und Streichorchester, die der gebürtige Norweger Ola Gjeilo vor zehn Jahren als 30-Jähriger in New York in Manhattan geschrieben hatte. So ausdrucksstark mit vielen Finessen war der Vortrag der vier Teile „The Speres“, „Sunrise“, „The City“ und Identity“, dass das andächtig lauschende Publikum offensichtlich ergriffen war und noch nach dem allerletzten Ton mucksmäuschenstill auf den Sitzen verharrte, ehe sich schließlich der aufbrandende Beifall Bahn brach. 

Von Dierk E. Seeburg

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