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Segeberg Club 25 spart für ein neues Haus
Lokales Segeberg Club 25 spart für ein neues Haus
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19:56 01.11.2018
Von Sylvana Lublow
Auch die Musiker der Country-Band "Take US Music" aus Hamburg spendeten ihre Gage über 800 Euro an den Club 25. Harald Hussels (2. von links) und Jürgen Steen freuten sich über diese großzügige Aktion. Quelle: Sylvana Lublow
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Kaltenkirchen

Nicht bei jedem jungen Menschen klappt der Übergang von der Jugend ins Erwachsenenalter reibungslos. Ob aus familiären, finanziellen oder gesundheitlichen Gründen kann es schnell mal passieren, dass junge Menschen nach dem Schulabschluss oder mitten in der Ausbildung plötzlich ohne eine feste Bleibe sind. Sie sind wohnungs- oder obdachlos.

Schon 43 Erwachsenen wohnten im Club 25

Genau für diese jungen Erwachsenen hat sich der „Club 25“ unter der Trägerschaft des Vereins Regenbogen vor 15 Jahren (zuerst unter anderem Namen) gegründet. In der Von-Bodelschwingh-Straße 1b besitzt der Club ein Haus mit sechs sozialen Trainingswohnungen, die kurz- aber auch längerfristig an junge Erwachsene günstig vermietet werden. So konnten seit 2003 bereits 43 Erwachsene vor der Obdachlosigkeit bewahrt werden.

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Ein zweites Haus wird dringend gesucht

Harald Hussels, Vorsitzender des Vereins Regenbogen, Mitbegründer und „Papa“ des Clubs 25, und die ehrenamtlichen Mitarbeiter konnten sich diese Woche über eine großzügige Spende von insgesamt 3800 Euro freuen. Zusammengekommen ist die Summe auf dem diesjährigen dreitägigen Trucker-Festival in Bargteheide. Veranstalter Mario Walbe und Andreas Hansen von der Firma NSG Bargteheide haben die gesamten Einnahmen noch ein wenig aufgestockt und konnten einen Scheck über 3000 Euro überreichen. Die Country-Band "Take US Music“ aus Hamburg, die auf dem Festival auftrat, spendet 800 Euro und verzichtete damit auf ihre Gage.

„Wir sammeln Geld für ein zweites Wohnprojekt und sind auf der Suche nach einem geeigneten Haus oder Grundstück“, erklärt Harald Hussels: „Sechs Wohnungen sind nicht ausreichend.“ Es gibt Wartelisten, sogar drei Dringlichkeitsfälle. „Es gibt so viele junge Erwachsene, die keinen bezahlbaren Wohnraum finden oder vor dem Nichts stehen. Diese Personengruppe wird leider nicht richtig wahrgenommen“, sag Hussels. Umso mehr freue er sich über diese hohe Spendensumme.

Bei den Wohnungseinheiten handelt es sich um Ein-Zimmer-Appartements mit Kochnische, Bad und Balkon. 285 Euro warm kostet die Miete, die von den Bewohnern selbst getragen wird.

Gunnar Müller 01.11.2018
Einar Behn 01.11.2018