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Segeberg Containerdorf wird überflüssig
Lokales Segeberg Containerdorf wird überflüssig
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07:15 28.04.2017
Von Thorsten Beck
Zum 1. Juli sollen die extra zu diesem Zweck aufgestellten Wohncontainer im Levo-Park nicht mehr neu belegt werden. Quelle: Thorsten Beck
Bad Segeberg

Schon am Tag der offiziellen Eröffnung des Containerdorfes auf dem Gelände der früheren Lettow-Vorbeck-Kaserne im August vorigen Jahres war nur noch von knapp 700 Menschen die Rede gewesen, die nach und nach eintreffen sollten. Aktuell leben dort nach SZ-Informationen etwa 70 Männer, Frauen und Kinder – allesamt geschickt von der Freien und Hansestadt Hamburg, die die Unterkunft von Anfang an ausschließlich für ihr Kontingent nutzt. Die Innenbehörde der Hansestadt hatte dem Kieler Innenministerium unlängst mitgeteilt, die Zuweisung nach Bad Segeberg kurzfristig „herunterfahren“ zu wollen. Zum 1. Juli sollen die extra zu diesem Zweck aufwändig sanierten Blocks und neu aufgestellten Wohncontainer nicht mehr neu belegt werden.

Levo-Park-Geschäftsführer ist noch nicht informiert

Wie es auf dem komplett umzäunten und von einem eigenen Wachschutz betreuten Areal an der B 206, auf dem es sogar eine feste Polizeiwache mit aktuell acht Beamten gibt, weitergehen soll, ist noch ungewiss. Der Geschäftsführer des Levo-Parks, Sven Borchers, erklärte auf Nachfrage der SZ, ihm sei von Schließungsplänen nichts bekannt: „Das höre ich zum ersten Mal.“

Die Aussicht auf eine unübersichtliche Anlage mit bis zu 2000 Menschen in ihrer direkten Nachbarschaft hatte im Vorfeld der immer wieder hinausgeschobenen Eröffnung für erhebliche Unruhe in Bad Segeberg, aber auch im benachbarten Fahrenkrug gesorgt. In mehreren Versammlungen äußerten die Menschen ihre Sorge, dass diese Anzahl von Fremden zu sozialen Verwerfungen und steigender Kriminalität führen könnte.

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