Corona-Regeln im Kreis Segeberg - Maskenpflicht verlängert und ausgeweitet
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Corona-Regeln im Kreis Segeberg - Maskenpflicht verlängert und ausgeweitet

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11:19 30.11.2020
Von Nadine Materne
Seit Ende Oktober gilt die Maskenpflicht in Fußgängerzonen wie in der Stadt Bad Segeberg. Die Maßnahme wird bis 20. Dezember verlängert und gilt nun auch an Bus- und Bahnhaltestellen. Quelle: Nadine Materne
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Kreis Segeberg

"Durch diese Erweiterung wird dem Umstand besonders Rechnung getragen, dass Hygieneanforderungen und Abstände hier nicht immer umfassend eingehalten werden können“, sagt Segebergs Landrat Jan Peter Schröder in Bezug auf die Maskenpflicht an Bahnhöfen und Bushaltestellen.

Maskenpflicht an Bus- und Bahnhaltestellen

Eine Kontaktpersonennachverfolgung sei im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht in ausreichendem Maße sichergestellt. „Auch im Schulbusverkehr ist diese Neuregelung daher eine wichtige Stütze, um eine Verbreitung des Coronavirus‘ einzudämmen“, so Schröder weiter.

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Parallel dazu verlängert die Allgemeinverfügung die Maskenpflicht für den Innenstadtbereich in Bad Bramstedt, die Fußgängerzone in Bad Segeberg und den Holstenplatz in Kaltenkirchen von montags bis sonnabends von 6 bis 18 Uhr.

Verlängert: Mund- und Nasenbedeckung in Fußgängerzonen

Hier muss bereits seit Ende Oktober November eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, nachdem die Corona-Infektionszahlen im Kreis stark angestiegen waren. Und noch immer gibt das Robert-Koch-Institut die Sieben-Tages-Inzidenz mit 61 Fällen auf 100 000 Einwohner an. Die Schwelle für eine verschärfte Maskenpflicht lag damals bei 35 Fällen.

„Es ist möglich, dass weitere Bereiche in anderen Gemeinden oder Städten hinzukommen“, teilte der Kreissprecherin mit. „Diese Erweiterungen gibt der Kreis dann gesondert bekannt.“

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Vorgabe aus der Landesverordnung

Seit Montag gilt zudem die neue Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Schleswig-Holstein, erinnert der Kreis. Danach gilt unter anderem: „In Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen, Bahnhöfen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr, in denen typischerweise das Abstandgebot nicht eingehalten werden kann, müssen Fußgänger eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.“

Kurz: Wo der Mindestabstand unterschritten wird, soll eine Alltagsmaske getragen werden.

Neue Regeln bis mindestens 20. Dezember

Die Allgemeinverfügung des Kreises gilt zunächst bis Sonntag, 20. Dezember, eine Verlängerung sei wahrscheinlich.

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„Es ist uns in den vergangenen vier Wochen gelungen, ein exponentielles Wachstum zu verhindern“, sagt Landrat Jan Peter Schröder mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Fallzahlen. „Dennoch bewegen sich die Neuinfektionen auf einem hohen Niveau, weswegen von Entwarnung noch nicht die Rede sein kann.“

Landrat appelliert: Weiter auf Treffen verzichten

Auf nicht notwendige Treffen sollte weiterhin verzichtet werden, appelliert der Landrat. „Auch wenn es viele von uns schon nicht mehr hören können, bleibt es von enormer Wichtigkeit, dass sich wirklich alle an die bestehenden Regeln halten: also Abstand einhalten, Hände waschen oder desinfizieren, Alltagsmasken tragen und regelmäßig Lüften.“ Nur so könnten die Ansteckungszahlen gesenkt werden, um Lockerungen wieder möglich zu machen.

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