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Segeberg Der Niedergang eines CDU-Ortsverbandes
Lokales Segeberg Der Niedergang eines CDU-Ortsverbandes
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17:06 19.05.2017
Von Alexander Christ
Der ehemalige Vorsitzende der CDU Ellerau Rolf Schröder verfasst jetzt auf einer eigenen Homepage seine Beiträge, nachdem der Auftritt des Ortsverbandes abgeschaltet wurde. Quelle: Alexander Christ
Ellerau

Die guten Zeiten der CDU in Ellerau sind lange vorbei. 2006 traten aus Protest gegen die Verwaltungsreform, die Ellerau die hauptamtliche Verwaltung kostete, die Hälfte der damals 61 Mitglieder, darunter der komplette Vorstand und die Fraktion, aus der Partei aus und gründeten die Wählergemeinschaft Aktives Ellerau.

Vom Aderlass vor gut einem Jahrzehnt haben sich die Christdemokraten nie wieder erholt. Nach dem Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden Rolf Schröder auf der jüngsten Jahreshauptversammlung konnte keiner der satzungsgemäß vorgeschriebenen Vorstandsposten neu besetzt werden. Die Folge: Der CDU-Kreisverband übernahm die Kasse und laufende Geschäfte des Ortsverbandes.

Es wird schwierig Kandidaten für Kommunalwahl zu finden

„Es gibt bedauerlicherweise keine Ellerauer CDU mehr“, stellt der Kreisvorsitzende Gero Storjohann fest. Sehr zum Verdruss von Rolf Schröder. Der 77-jährige hatte vor vier Jahren das Ruder in dem damals von zahlreichen parteiinternen Querelen gebeutelten Ortsverband übernommen und in der Folgezeit vergeblich versucht, Mitglieder für die Arbeit im Vorstand zu gewinnen. Der Niedergang seiner Ellerauer CDU schmerzt den überzeugten Christdemokraten sehr. Schröder: „Ich hoffe sehr, dass es uns wenigstens gelingt, zur Kommunalwahl im nächsten Jahr eine Liste aufzustellen. Ich selbst werde allerdings nicht mehr kandidieren.“

Doch die Chancen der Ellerauer Christdemokraten, auch in der kommenden Wahlperiode ab 2018 Kommunalpolitik aktiv mitzugestalten, stehen eher schlecht. Ein Indiz hierfür war die letzte Jahreshauptversammlung, auf der Schröder in Anwesenheit von nur zwei weiteren Mitgliedern seinen Rücktritt verkündete.

Der Sportplatz des Städtischen Gymnasiums in Bad Segeberg ist ab sofort „Sperrgebiet“. Der Zugang ist neuerdings mit einem Tor verschlossen. Garniert wird das Ganze mit einem Schild: „Außerschulische Nutzung ist untersagt. Verstoß wird als Hausfriedensbruch gewertet und kommt zur Anzeige.“

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