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Segeberg Bissenmoor wächst und wächst
Lokales Segeberg Bissenmoor wächst und wächst
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17:20 22.08.2018
Von Einar Behn
Die Pastor-Hümpel-Straße ist bisher nur auf der Südseite mit einem Mehrfamilienhaus bebaut. Ein weiteres soll auf der Nordseite folgen. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Zwischen Weddelbrooker Straße und Pastor-Hümpel-Straße ist ein Haus mit 30 Wohneinheiten vorgesehen. Pläne, ein solches Haus zu errichten, gab es schon als der Wohnpark im Jahr 2000 erschlossen wurde. Dann allerdings wurde der Bebauungsplan geändert, weil an anderer Stelle Grundstücke verkleinert wurden, wodurch mehr Häuser entstanden. Als Ausgleich dafür wurde das Gebäude an der Pastor-Hümpel-Straße auf auf dem B-Plan auf 18 Wohnungen reduziert. Nun gibt es einen Investor, der die Rückkehr zu den 30 Wohnungen beantragte.

Geplante Einwohnerzahl schon überschritten

Jan-Uwe Schadendorf kritisierte daran, dass die Zahl der ursprünglich angestrebten Wohneinheiten in dem Wohngebiet schon längst überschritten sei. „Wir waren einmal von 485 ausgegangen und liegen nun schon weit drüber“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende. Wie viele Wohnungen es dort wirklich gibt, ist unklar. Zur Kommunalwahl im Mai war festgestellt worden, dass es rund 500 Haushalte im Wohnpark Bissenmoor gibt. Noch allerdings sind längst nicht alle Flächen bebaut. Ein Areal an der Weddelbrooker Straße wird gerade erst erschlossen. Außerdem gibt es Pläne, ein Gebiet im Süden des Wohnparks für Wohnbebauung zu nutzen. Im B-Plan sind dort unter anderem noch Tennisplätze vorgesehen.

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Schadendorf bemängelte zudem, dass die Investoren nicht an den Folgekosten für die Infrastruktur beteiligt wird. „Damit steigt der Bedarf an Kita-Plätzen und die Stadt muss alles selbst bezahlen.“ Bauamtsleiter Erich Dorow antwortete: Eine Folgekostenbeteiligung ließe sich vertraglich nur regeln, wenn Gebiete neu erschlossen werden, was hier aber nicht der Fall sei.

Nur drei Stimmen für die Planänderung

Der Planungsausschuss stimmte mit nur drei Stimmen für die erforderliche Änderung des Bebauungsplanes an der Pastor-Hümpel-Straße. Alle anderen sieben anwesenden Mitglieder enthielten sich der Stimme, wodurch der Antrag angenommen war.

Zuvor hatte es noch eine Diskussion um die Tiefgarage gegeben. Der Investor hatte in seinem Antrag um eine Befreiung von der städtischen Stellplatzsatzung gebeten. Danach nämlich muss ein Stellplatz in der Tiefgarage 15 Quadratmeter aufweisen, also drei mal fünf Meter. Der Antragsteller will aber nur 2,40 Meter breite Plätze schaffen. Begründung: die Kosten für die Tiefgarage würden sonst die Preise für die Wohnungen darüber in die Höhe treiben. Arnold Helmcke (SPD) sagte: Ein modernes Auto ist zwei Meter breit und man muss ja auch noch die Tür aufmachen können.“ Da die Befreiung von der Stellplatzsatzung aber nicht im Bebauungsplan geregelt wird, musste hierüber auch nicht abgestimmt werden. Das Thema wird nun wahrscheinlich im Bauausschuss wieder aufgerufen werden.

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