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Segeberg Der alte König wurde zum neuen Hauptmann
Lokales Segeberg Der alte König wurde zum neuen Hauptmann
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16:12 10.06.2009
Bad Bramstedt

Nach gewohnt hektischem Treiben im Vorstand wurde dann rund eine Stunde später die neue Majestät ausgerufen. Der größere Jubel, stehender Applaus und La-Ola-Welle galten jedoch Claus Bornhöft. Nach 18 Jahren als Hauptmann der Fleckensgilde gab er das Amt an den bisherigen König, Gerd Kiel, ab. 31 Jahre lang hatte Bornhöft dem Vorstand angehört, mit 71 sollte nun Schluss sein.

Gut 2200 Schuss brauchten die Schützen, bevor der letzte Teil des Holzvogels endlich von der Stange fiel. Wie immer wurde nicht der Schütze zum König ernannt, sondern ein anderer, für den der Schütze antrat, ohne es zu wissen. Eingeweihte Vorstandsmitglieder legen bereits vorher einen Kreis von Mitgliedern fest, die als neue Majestät infrage kommen. Manche behaupten sogar, der König werde schon vor dem eigentlichen Schießen auserkoren, doch das bestritt Hauptmann Bornhöft stets energisch mit einem wissenden Lächeln. Und auch sein Nachfolger Kiel wird wohl das Geheimnis der „1000-jährigen Gilde“ weiter streng hüten.

Großes Gelächter gab es über den Königsschützen Martin Hamann, schließlich stammt der Holzvogel aus der Werkstatt des Tischlermeisters. „Du wusstest natürlich genau, wo Du anhalten musst“, frotzelte ein Gildebrüder. Der 46-jährige Rolf Wagner, der ein Schuhgeschäft am Ort betreibt, schien tatsächlich von seinen neuen Ehren überrascht zu sein und freute sich offensichtlich riesig. Für eine echte Antrittsrede fehlten ihm dann noch die Worte. Doch der erste „Befehl“ an seine „Untertanen“ löste auch bei diesen Freude aus: Wagner gab das Königsbier, eine Runde für die gesamte Festgesellschaft, frei.

Lobende Worte zum Abschied erhielt Claus Bornhöft von Ältermann Dr. Rolf Koschorrek. „Ohne ihn stünde die Fleckensgilde nicht da, wo sie heute ist“, meinte der Bundestagsabgeordnete und Zahnarzt. Rechtsanwalt Bornhöft hinterlässt für seinen Nachfolger große Fußstapfen. Launige Reden beim Festkommers, Schlagfertigkeit und die Gabe, Plattdeutsch als zweite Muttersprache zu beherrschen, zeichnen den Gildehauptmann außer Dienst aus. Und als waschechter Bramstedter kann er stets so manche Anekdote über Stadt und Leute erzählen.

„Als ich vor 31 Jahren im Vorstand begann, hatten wir 200 Mitglieder, heute sind es 400“, blickte Bornhöft zufrieden zurück. Dass er daran einen gehörigen Anteil hat, steht außer Frage: Seiner unnachahmlichen Art, mit sanftem Druck den Leuten die Mitgliedschaft in der Gilde schmackhaft zu machen, konnte kaum jemand widerstehen.

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