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Segeberg Remise am Pastorat wird erweitert
Lokales Segeberg Remise am Pastorat wird erweitert
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19:29 18.03.2019
Von Nicole Scholmann
Pastor Steffen Paar freut sich, dass die historische Remise erweitert wird. Für 250.000 Euro wird zurätzlicher Raum geschaffen. Quelle: Nicole Scholmann
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Sülfeld

Das Problem ist, dass es im Ort keine Lokalität gibt, in der größere Gesellschaften, seien es Beerdigungskaffee, Tauffeiern, Hochzeitstage oder Jubiläen, unterkommen und feiern können. Deshalb, das betonen Pastor Steffen Paar und Bärwald, habe die Kirchengemeinde auch kein schlechtes Gewissen, örtlichen Gastronomen durch die neue Location das Wasser abzugraben. „Es gibt hier einfach nichts“, sagt Bärwald.

Schon seit einigen Jahren beschäftigt sich der Kirchengemeinderat mit der Idee, die bestehende Remise, die zurzeit von kleinen Gesellschaften genutzt werden kann, zu erweitern, sodass bis zu fast 200 Besuchern dort in Ruhe zusammensitzen und feiern können.

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In einem Angebotsverfahren konnte für die Planungsleistungen erneut der Architekt Oliver Juhnke aus Dunkelsdorf gewonnen werden. Der hatte sich bereits um die Sanierung der Remise vor 15 Jahren gekümmert und kennt die Gegebenheiten. Vorgesehen ist ein separater Baukörper auf der Rückseite der Remise, wo sich jetzt die Terrasse befindet. Das vorhandene Gebäude wird mit einem Zwischengang verbunden. Die Grundfläche erweitert sich um über 50 Quadratmeter auf dann insgesamt 115 Quadratmeter.

Keine Kopie des historischen Gebäudes

Bewusst wird es laut der beiden Verantwortlichen keine Kopie der Remise aus dem Jahr 1835, sondern ein modernerer Baukörper sein. Die Denkmalbehörde habe zur Bedingung gemacht, dass der Neubau nicht von dem historischen Ensemble aus Kirche, Pastorat und Remise ablenke.

Im Zuge der Baumaßnahmen wird die bestehende Küche erweitert. Zudem sind neue sanitäre Einrichtungen – selbstverständlich barrierefrei – in der Planung. Auch wenn die Aktivregion Alsterland den Höchstsatz von 100.000 Euro dazugibt, bleiben 150.000 Euro, die noch aufzubringen sind. „Die Kirchengemeinde hat Rücklagen und wir bemühen uns um weitere Zuschüsse“, sagt Bärwald.

Anfang April wird der Kirchengemeinderat eine Sitzung zu dem Thema abhalten. Unmittelbar drauf soll der Bauantrag gestellt werden. Bärwald und Paar hoffen, dass im Spätsommer mit dem Rohbau begonnen werden kann. Und dass sie Ostern 2020 in den neuen Räumen feiern können.

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